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Aretha Franklin

25. März 194216. August 2018

Sie war die unbestrittene „Queen of Soul“ und eine Ikone der Bürgerrechtsbewegung. Das renommierte Magazin „Rolling Stone“ kürte sie 2010 zur besten Sängerin aller Zeiten. Und Amerikas Präsident Barack Obama, den sie 2015 mit „You Make Me Feel Like A Natural Woman“ zu Tränen rührte, erklärte, er würde ihre Musik mit auf eine einsame Insel nehmen: Sie bringe das zum Klingen, was wirklich wichtig sei in jedem Menschen. Am Donnerstag ist die Gesangslegende Aretha Franklin im Alter von 76 Jahren gestorben.

Bereits 2010 war bei ihr Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden. Da lagen bereits mehr als 50 Jahre Karriere hinter ihr, die ihr an die 40 Top-Ten-Hits, 18 Grammys und mehr als 75 Millionen verkaufte Tonträger einbrachten. Zu Obamas Amtseinführung 2009 sang sie für ihn vor zwei Millionen Menschen am Kapitol.

Herz, Hirn und Hallelujah – ihre gewaltige Stimme und das Gefühl, das sie in ihre Songs legte, bewegte die Menschen weltweit. Ihr leidenschaftliches Klavierspiel wurde, wohl auch wegen der Kraft ihrer Stimme, oft verkannt.

Die in Memphis geborene und in Detroit aufgewachsene Aretha Franklin ist ein Beispiel für die enge Verbindung, die Gospel, Pop und Soul miteinander eingehen können. Ihr Vater Clarence LaVaughn Franklin war ein bekannter Baptistenprediger. Seine Predigten, bisweilen halb gesungen, halb gesprochen, verkauften sich auch auf Platte gut und wurden gern im Radio ausgestrahlt.

„Das meiste, was ich stimmlich gelernt habe, kommt von ihm. Er gab mir den Sinn fürs Timing – und Timing ist für alles wichtig“, sagte sie einmal. Auch das unterschwellig Politische an ihrer Musik der sechziger und siebziger Jahre hatte Aretha von ihrem Vater. Martin Luther King ging bei den Franklins ein und aus. Bekannte Musiker und Sänger wie Mahalia Jackson, Ray Charles, Sam Cooke und die Ward Sisters besuchten die Gottesdienste.

Zunächst sang Aretha mit ihren beiden Schwestern im Chor der väterlichen „New Bethel Baptist Church“. 1956 erschien ihre erste LP, ein Gospelalbum. Mit 18 Jahren begann sie, auch Popmusik aufzunehmen. Den Grundstein ihrer großen Bekanntheit legte Franklin 1967 mit „I Never Loved A Man The Way I Loved You“. Mit „Respect“ wurde sie Ende der sechziger Jahre zu einer Ikone der schwarzen Musik in Amerika. Ihre Interpretation des Songs wurde zu einer Hymne der afroamerikanischen Bevölkerung. Er gilt auch als eine der Hymnen der Frauenbewegung. 2005 erhielt die „First Lady of Soul“ vom damaligen Präsidenten George W. Bush die Freiheitsmedaille.

Es war eine Karriere mit Höhen und Tiefen, auch persönlichen Schicksalsschlägen: Als junges Mädchen musste sie den Tod der Mutter verkraften. Mit 15 hatte sie selbst bereits zweimal entbunden. Zwei weitere Kinder, zwei Ehen, Liebschaften und der Alkohol kamen dazu.

Immer wieder bewies Franklin, die gern im wallenden Pelzmantel auftrat, dass sie eine große Vielfalt an Musikstilen beherrscht. In den Achtzigern sang sie Duette mit angesagten Pop-Künstlern wie Annie Lennox, George Michael, Elton John, James Brown oder Whitney Houston. 1987 stieg sie als erste Frau in die Rock and Roll Hall of Fame auf. Bei der Verleihung der Grammys 1998 sprang sie kurz entschlossen für Opernstar Luciano Pavarotti ein und sang die Arie „Nessun Dorma“. (FAZ)

All the Best und vielen Dank mit allergrösstem Respect W(W)S

 

Israel Nash

Lifted

Nur wenigen Künstlern gelingt es so gut, modernen Rock und Retro-Woodstock-Aspekte unter einen Hut zu bringen wie Israel Nash.

Der amerikanische Sänger, Songschreiber und Gitarrist legt 2018 sein fünftes Album vor, ein vielseitiges, spirituelles Rock- und Psychedelic-Album.

Moderne Hippie-Signatur

Psychedelischer Folk, Roots-Rock und Blues – irgendwo dazwischen hat Israel Nash seine persönliche Soundsignatur gefunden, die ihm schon öfter Vergleiche mit dem Großmeister Neil Young eingebracht hat.

2018 präsentiert der US-amerikanische Singer-Songwriter und Gitarrist sein neues Album »Lifted«, den Nachfolger von »Silver Season« aus dem Jahr 2015 bzw. seiner »Neighbors EP« zusammen mit The Bright Light Social Hour von 2016. Zwölf Songs hat Nash für »Lifted« gemeinsam mit seiner Band aufgenommen. Die besteht aus Eric Swanson, Josh Fleischman und den Brüdern Joey und Aaron McClellan.

Einen ersten Vorgeschmack veröffentlichten sie bereits mit der Single »Rolling On«, die einen entspannt-positiven Vibe versprüht.

Der Longplayer ist als CD sowie auf klassisch schwarzem und blauem Vinyl erhältlich.

Moderner Rock und Hippie-Flair. Israel Nash und seine Band bringen 2018 wieder einmal beides gekonnt unter einen Hut: auf ihrem neuen Album »Lifted«.

Rezensionen

»Jetzt ist er mit Lifted mitten im Folk- und Country-Rock angekommen, türmt zahllose Aufnahmespuren aufeinander, nutzt die modernen Aufnahmemöglichkeiten ebenso wie Techniken aus den Anfangszeiten, als zum Beispiel das hallende Schlagzeug in einem leeren Wasserspeicher eingespielt wurde.« (Good Times, August / September 2018)

Al Di Meola

Opus

Im jungen Alter von 19 Jahren wurde Al Di Meola von Chick Corea entdeckt. Im Laufe seiner Karriere spielte er mit Künstlern wie Frank Zappa, Jimmy Page, Stevie Wonder, Santana, Steve Winwood, Paul Simon, Phil Collins und vielen mehr.

Heute gehört der italo-amerikanische Fusion- und Jazzgitarrist zu den größten der Welt. Mit »Opus« präsentiert er 2018 ein neues Solowerk – das Album eines glücklichen und zufriedenen Künstlers.

Al Di Meola ist ein Pionier im Vermischen von Weltmusik, Rock und Jazz. Sein Gespür für komplexe Rhythmusstrukturen, kombiniert mit melodischem Songwriting und faszinierenden Harmonien, war schon immer das Herzstück seiner Musik und über 40-jährigen Karriere.

Der Gitarren-Superstar hält bis heute die höchste Anzahl an Gitarrenauszeichnungen in verschiedenen Kategorien, die vom Guitar Player Magazin (USA) vergeben werden.

Rezensionen

»›Opus‹ lebt von der eleganten Symbiose aus Fusion-Jazz, mediterranen Farbtupfern und neuklassischen Miniaturen. Mal akustisch, mal mit elektrischen Gitarrenlinien seiner unverkennbaren Handschrift koloriert, strahlen die Stücke mit schönen Themen, Kontrapunkten, Stimmungswechseln und Spannungsbögen.« (Audio, März 2018)

»Gleichgültig, welches Instrument er in der Hand hält, entlockt er ihm brillante Soli, tragende Melodien und aberwitzige Läufe.« (stereoplay, April 2018)

 

Randy Bachman

By George – By Bachman: Songs Of George Harrison

Der legendäre Künstler Randy Bachman wurde in seiner über fünf Jahrzehnte dauernden Karriere mit 120 Platin-, Gold- und Silber-Schallplatten ausgezeichnet. Seine unverwechselbare Art des Gitarren getriebenen Hard Rock ist weltweit bekannt.

In »By George – By Bachman« ehrt er seinen Helden und Mentor George Harrison. Die Sammlung beinhaltet zahlreiche Songs Harrisons aus allen Epochen wie »If I Needed Someone« und »Here Comes The Sun«.

Es beginnt und endet mit »Between Two Mountains« – einem Bachman-Original, das extra geschrieben wurde, um die verschiedenen Elemente der Songs miteinander zu verbinden.

Rezensionen

»Trotzdem – oder gerade deshalb – können Songs wie ›If I Needed Someone‹, ›Taxman‹, ›Something‹, ›Here Comes The Sun‹ auch in der Bachman-Version überzeugen. Und der allerbeste Track ›While My Guitar Gently Weeps‹ gewinnt noch besonderes Profil durch die heiße Bluesgitarre des Gastmusikers Walter Trout.« (Good Times, Juni / Juli 2018)

DevilDriver

Outlaws ‚Til The End

DevilDriver waren schon immer Gegen-den-Strom-Schwimmer.

Frontmann Dez Fafara (Coal Chamber) und seine Gang liefern mit Outlaws ‚Til The End eine monströse Ansammlung von heftigen Metal-Neuauflagen ihrer liebsten Outlaw-Country-Songs ab. »Rock’n’roll ist aus Blues und Outlaw Country entstanden. Sie waren seine Vorläufer…und in meinem Kopf liefen sie schon immer in der Heavy-Version ab«, erklärt Dez. Gleich ab dem plättenden Cover / Opener von Hank III’s »Country Heroes« (er singt selber natürlich mit) mutiert Outlaws ‘Til The End zu einer der giftspritzendsten Scheiben, die DevilDriver je eingetrümmert haben.

Die atmosphärischen und unwiderstehlichen Songs wurden komplett in ihre Einzelteile zerlegt und dann mit klassischem DevilDriver-Sound und Dez‘ unverkennbaren Growls angefüttert neu aufgebaut. Das wirklich einzigartige Projekt hat obendrein eine beeindruckende Sammlung an Gastauftritten zu bieten: Wednesday 13, Brock Lindow (36 Crazyfists), Burton C. Bell (Fear Factory), Lee Ving (Fear), Randy Blythe und Mark Morton (Lamb Of God) und kein Geringerer als Johnny Cashs Sohn, John Cash Jnr.

Das perfekte Amalgam aus erdigem Badass-Country und Überflieger-Groove Metal – Eine überraschende, bleigeladene Wendung von den einzig wahren Heavy-Metal-Outlaws!

Dream Syndicate

How Did I Find Myself Here

Bereits vor fünf Jahren haben The Dream Syndicate ihre Live-Reunion gefeiert. Ein neues Album der Alternative-Rocker ließ aber lange auf sich warten. 2017 ist es endlich so weit: Hier ist »How Did I Find Myself Here«.

Es handelt sich dabei um das fünfte Album der Band, die aktuell aus Steve Wynn (Gitarre, Gesang), Dennis Duck (Schlagzeug), Mark Walton (Bass) und Jason Victor (Gitarre) besteht. Gleichzeitig ist es der Nachfolger von »Ghost Stories« aus dem Jahr 1988 und damit die erste Platte seit 29 Jahren.

Dass The Dream Syndicate ihr Handwerk in der Zwischenzeit nicht verlernt haben, bewiesen sie bereits im Juni mit der ersten Singleauskopplung, dem über 11-minütigen Titeltrack »How Did I Find Myself Here«. Insgesamt warten acht neue Tracks auf dem Album.

Wie sehr manche Bands fehlen, merkt man oft erst, wenn sie wieder da sind. Besonders wenn sie sich mit einem Album des „How Did I Find Myself Here?”-Kalibers zurückmelden. Hypnotisch, nicht nur mit Songs wie “80 West” am Rande fast manisch pulsierenden Schaffens. In seiner Gesamtheit eine rauschhafte Reunion. Nun waren Steve Wynn und seine Musik weit mehr als ein Ersatz für die Abwesenheit THE DREAM SYNDICATEs. Trotzdem ist man geneigt, den 08.09.2017 rot im Kalender anzustreichen. Meisterliche Rückmeldung, gekrönt vom kurzen Auftritt der seit langem sehnlich vermissten Kendra Smith..

Rezensionen

»Das erste Studioalbum nach 29 Jahren. (…) Es hat gedauert. Doch es lohnt sich.« (stereoplay, September 2017)

»Die acht Songs klingen kompakt und erinnern mit ihrer Atmosphäre an exzessive Soundwälle à la Velvet Underground oder Neil Young im Krachmodus.« (Audio, Oktober 2017)

Graham Bonnet

Meanwhile, Back In The Garage

Moderner Hard-Rock, klassischer Sound

Jeder fängt mal klein an. Das gilt auch für die meisten Musiker, die ihre Karriere im heimischen Garagen-Proberaum gestartet haben.

Einer von ihnen ist Grahem Bonnett, der dieser Zeit und den vielen jungen Künstlern und Bands sein neues Album widmet: »Meanwhile, Back In The Garage«.

13 Songs hat der Rocksänger dafür aufgenommen. Unterstützt wurde er dabei von Gitarrist Kurt James, Bassistin Beth-Ami Heavenstone, Keyboarder Jimmy Waldo und Schlagzeuger Mark Benquechea.

Als Bonustrack wartet eine Liveversion von »Starcarr Lane« aus 2018.

Einen Vorgeschmack auf das neue Album gab Bonnet bereits mit dem Titelsong »Meanwhile, Back In The Garage«.

Und der zeigt: Mit »Meanwhile, Back In The Garage« kommen sowohl Freunde des modernen Hard-Rocks als auch des klassischen Alcatrazz-Sounds auf ihre Kosten.

Wingenfelder

Sieben Himmel Hoch

Alte Bekannte

Zwei alte Bekannte sind zurück: Wingenfelder, genauer genommen die beiden Brüder Thorsten und Kai Wingenfelder sind »Mitten Im Leben«.

Bis vor zehn Jahren waren der Gitarrist und der Sänger noch bei Fury In The Slaughterhouse aktiv. Seit wiederum acht Jahren sind sie erfolgreich als Duo unterwegs.

»Sieben Himmel hoch« heißt ihr spannendes neues AlbumWingenfelder, das sind die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder, die dem einen oder anderen vielleicht noch als Sänger und Gitarrist der Band Fury in the Slaughterhouse bekannt sein dürften.

Seit mittlerweile sieben Jahren sind die beiden nun schon gemeinsam mit neuer Band unterwegs. 2018 präsentieren sie ihr neues, mittlerweile viertes Studioalbum »Sieben Himmel hoch«, den Nachfolger von »Retro« aus dem Jahr 2015.

Und darauf zeigen die Herren ihre unbändige Kreativität. Denn neben dem Standard-Album mit 14 neuen Songs und der Doppel-LP gibt es »Sieben Himmel hoch« auch als Deluxe-Doppel-CD mit sage und schreibe 21 Titeln.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Platte gab es bereits im März mit der Single »Verlieb dich nicht in mich«.

Wingenfelder bleiben sich 2018 treu: Mit »Sieben Himmel hoch« ist ihnen wieder einmal ein absolut authentisches Album und ein spannender Mix aus Rock und Pop gelungen.

Ben Howard

Noonday Dream

Dass Künstler sich im Laufe ihrer Karriere weiterentwickeln oder teilweise ganz neu erfinden, ist keine Seltenheit. Ein gutes Beispiel dafür ist Ben Howard.

Fans der ersten Stunde haben den Briten als Singer-Songwriter mit Akustikgitarre und Surferstyle kennengelernt.

Schon auf seinem zweiten Album wagte sich Howard in elektronische Gebiete vor, die er auf der neuen Platte nun weiter erkundet. Hier ist »Noonday Dream«.Sein Debüt liegt sieben Jahre zurück, der Nachfolger vier. Ben Howard lässt sich gerne Zeit für neue Alben.

2018 präsentiert der englische Singer-Songwriter sein mittlerweile drittes Studioalbum »Noonday Dream«, auf dem er seine musikalische Entwicklung weiter vorantreibt.

Denn nach dem akustischen »Every Kingdom« von 2011 legte der 30-Jährige mit »I Forget Where We Were« 2014 einen deutlich elektronischeren Sound an den Tag, den er nun auf der neuen Platte weiter perfektioniert.

Wie genau das klingt, verriet Ben Howard bereits im April mit der ersten Singleauskopplung »A Boat To An Island On The Wall«.

Insgesamt warten zehn Titel auf »Noonday Dream«, die sowohl in Ben Howards Heimat England als auch in Frankreich entstanden.

Der Name »Noonday Dream« ist Programm: Das neue Album von Ben Howard überzeugt mit entspannten, atmosphärisch-elektronischen Klängen. Die perfekte Begleitmusik für einen Tagtraum.

 

Xavier Rudd

Storm Boy

In seiner Heimat Australien ist Xavier Rudd längst ein Star. Von insgesamt acht Alben in den letzten 16 Jahren landeten allein fünf in den Top 10 der Charts.

Das liegt wohl vor allem an seiner unvergleichlichen Art und Musik, die australische Kultur und Geschichte, soziale und spirituelle Themen in modernem Singer-Songwriter-Pop verbindet.

Nachdem XAVIER RUDD 2015 mit dem Album „Nanna“ eine Kollaboration mit den UNITED NATIONS eingegangen und im vergangenen Jahr eine Live-Platte erschienen ist, war der australische Singer/Songwriter erneut solo im Studio und hat seine neunte Platte „Storm Boy“ eingespielt. Erstmals hat er sich dabei in die Hand eines Produzenten begeben – ein Schritt, der sich gelohnt hat, wenngleich Chris Bond (BEN HOWARD, TOM SPEIGHT) vermutlich nur letzte Feinjustierungen vorgenommen hat.

XAVIER RUDD ist sich auch auf „Storm Boy“ treu geblieben und präsentiert eine Musik, die selbst in die düstersten Ecke der Welt sogleich die Sonne Australiens zum Strahlen bringt. Angefangen beim beseelten Opener „Walk Away“, über die Reggae-Nummer „Keep It Simple“ bis zum Titeltrack „Storm Boy“, bei dem der sanfte Klang einer Akustikgitarre ausreicht, um dem Lied einen besonderen Zauber zu verleihen.

Beschwingt geht es weiter in die „Honeymoon Bay“, bevor „Fly Me High“ nachdenkliche Töne anschlägt und das emotionale „Gather The Hands“ zu Herzen geht. Xavier hat sich verliebt und das hört man auch, beispielsweise beim gefühlvollen „Best That I Can“, bevor er mit „Feet On The Ground“ erneut die Reggae-Karte zieht. Mein Highlight ist das leidenschaftliche „Growth Lines“, das mit einer feinen Instrumentierung und eindringlichem Gesang im Gedächtnis bleibt. Mit „True To Yourself und „Times Like This“ kommt eine Blues-Mundharmonika ins Spiel und auch in die nachfolgenden Nummern „Before I Go“ und „True Love“ integriert der 40-jährige bluesige Akzente.

XAVIER RUDD sagt über „Storm Boy“, dass diese Langrille nachdenklicher und persönlicher sei als seine vorangegangenen Veröffentlichungen. In den letzten fünf oder sechs Jahren habe er so etwas wie ein spirituelles Erwachen erlebt und eben auch die Liebe gefunden. All dies schlägt sich zweifellos auch in seiner Musik nieder – positiv wie ich betonen möchte, denn „Storm Boy“ ist rundum gelungen.

 

Dana Fuchs

Love Lives On

Nach zweieinhalb Jahren Tournee-Pause feiert die New Yorker Sängerin Dana Fuchs im April 2018 ihr Comeback in Deutschland. Ebenfalls im Frühjahr wird mit „Love Lives On“ ihr neues Album veröffentlicht, welches das bislang am stärksten am Blues und Soul orientierte Werk der Künstlerin ist. Gleichzeitig zeigt sie sich hier mit ihrer ganzen Kraft, aber auch ihrer Verwundbarkeit und all ihren Gefühlen. Denn die Schaffenspause kam nicht von ungefähr. Auf viele harte Schicksalsschläge im engsten Familienkreis, zuletzt dem Tod ihrer Mutter, folgte die wunderbare Geburt ihres Sohnes. Heute mehr denn je, so Dana, lebe ihre Liebe weiter, und findet ihren Weg in ihre neuen Songs. Indem sie sich selbst öffnet, öffnet sie die Herzen um sich herum. Ihre Fans kennen sie genauso, hochemotional und kraftvoll! Man fühlt sich mit ihr in dem einen Song am Boden zerstört, um im nächsten wieder neu zum Leben erweckt zu werden.

Für das Songwriting haben Dana Fuchs und Jon Diamond sich Scott Sharrard (Gregg Allman) mit ins Boot geholt und als Produzenten die Memphis Legende Kevin Houston verpflichtet. An Love Lives On mitgewirkt haben außerdem der Organist Charles Hodges (Al Green, Ann Peebles), der Memphis Soul Veteran Steve Potts am Schlagzeug, und die Grammy-gekrönten Memphis Bläser von The Bo-Keys. Neben eigenem Material hat interpretiert Dana auf ihre unverwechselbare Art zwei Titel der Memphis Ikonen Otis Redding und Johnny Cash, und präsentiert damit eine gelungen Kollektion von Memphis Soul und Bluesrock im typischen Dana Fuchs Stil!

Lange bevor sie 2003 ihre erste eigene CD veröffentlichte, war Dana live außerordentlich erfolgreich in der US-amerikanischen Rock, Blues und Soulszene aktiv, teilte die Bühne mit Stars wie Little Feat, Marianne Faithfull oder Etta James. Die Produzenten des Off-Broadway Musicals „Love, Janis“ gaben ihr die Hauptrolle der Janis Joplin und schließlich wurde sie auch für den Film entdeckt. In „Across The Universe“ spielt sie die Sängerin Sadie, in welchem sie Beatles Lieder mit einer solchen Ausdruckskraft interpretiert, dass diese Titel fortan fester Bestandteil ihres Repertoires wurden. Bald darauf lernte sie ihren musikalischen Partner, Jon Diamond, kennen. Mit ihm schreibt sie noch heute ihre großartigen Songs.

Sie gründeten The Dana Fuchs Band und sind seitdem regelmäßig weltweit auf Tournee! Im Februar 2011 veröffentlichte Dana ihr Studioalbum „Love To Beg“, zwei Jahre später „Bliss Avenue“. Nun darf man sich auf das neue Album „Love Lives On“ freuen, das am 18.Mai 2018 weltweit veröffentlicht wird!

 

Buddy Guy

The Blues Is Alive And Well

Beweisen muss Buddy Guy schon lange nichts mehr. Der mehrfache Grammy-Preisträger aus Louisiana gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Bluesmusikern der Musikgeschichte.

2018 will er es trotzdem noch einmal wissen. Mit seinem neuen Album »The Blues Is Alive And Well« zeigt er, wie lebendig sein Genre ist.

Unterstützt wird Guy dabei von ein paar nicht weniger großen und talentierten Musikern: Keine Geringeren als die Rolling Stones Mick Jagger und Keith Richards sowie Jeff Beck sind auf der Platte mit von der Partie. Komplettiert wird die Gästeliste mit dem jungen britischen Singer-Songwriter James Bay.

Insgesamt warten 14 neue Songs auf »The Blues Is Alive And Well«.

Das Album gibt es auf CD, als Doppel-LP sowie als limitierte Doppel-LP mit durchsichtigem Vinyl.
»Der Blues lebt und es geht ihm gut« – besser könnte man die neue Platte von Buddy Guy nicht beschreiben. Wer sich selbst davon überzeugen will, sollte »The Blues Is Alive And Well« gleich auf die Einkaufsliste setzen.