News

Werner Lämmerhirt

Werner Lämmerhirt

17.03.1949 – 14.10.2016

Zeitreise“ – eine CD aus dem Jahr 2009 – mit den besten Eigenkompositionen der ersten 40 Jahre Schaffensjahre von Werner Lämmerhirt, die er damals im Selbstverlag aufgelegt hatte.

Kurz vor seinem Tod im Oktober 2016 hat uns unser Freund und geschätzte Musiker Kollege gebeten, die CD bei uns (Acoustic Music Records) anzubieten, und beim Verkauf die Krebshilfe zu bedenken – keine Frage, dass wir seinem Wunsch gern nachkommen. (by Acoustic Music Records)

Acoustic Music Records verkauft diese CD zum Preis von 14,80 Euro (inkl. Mwst), davon werden 10 Euro als Spende an die „Stiftung Deutsche Krebshilfe“ fließen.

Ulli Bögershausen

Ulli Bögershausen

Tides

Seit über 30 Jahren überzeugt der Fingerstyle-Gitarrist Ulli Bögershausen auf den Bühnen dieser Welt von Kiel bis Taipeh. Die Presse nennt seine Technik „atemberaubend in ihren dicht verwobenen Harmonien und ihrem makellosen Timing“. In seinen meist balladesken Eigenkompositionen scheinen Ulli Bögershausen die ebenso überraschenden wie einleuchtenden Melodien nie auszugehen. Intoniert mit luftigem Charme und professioneller Hingabe, sind Ulli Bögerhausens Titel eingängig genug, um entspannten Hörgenuss zu ermöglichen, aber auch komplex genug, um beim Wiederhören immer Neues zu Tage zu fördern. In seinen Interpretationen beleuchtet er überaschende Facetten der Kompositionen. So spielt Ulli Bögershausen nicht nur zwei oder mehr unabhängige Stimmen gleichzeitig, sondern kann auch jeder Stimme ihre eigene Dynamik verleihen, als sei ein ganzes Orchester am Werk. Ähnlich dem legendären Engländer John Renbourn entlockt Ulli Bögershausen der Stahlsaitengitarre einen unerhört mühelosen, eleganten Klang, dessen Lebendigkeit sich wohltuend abhebt von dem reinen Tonideal der klassischen Gitarre.

Hervorgegangen aus der Tradition der Folk-Gitarre, aber verfeinert durch das Studium klassischer Musik, bietet Ulli Bögershausens Spiel dem Hörer das Beste von Beidem. Eine wunderbare Leichtigkeit durchdringt alles, ausbalanciert von einem fast klassischen Gefühl für formale Klarheit und kompositorische Disziplin. In aller Ruhe hat er einen ganz eigenen Klang und Stil entwickelt, der moderne Spieltechniken ganz beiläufig mit einbezieht.

Supersonic Blues Machine

Supersonic Blues MachineCalifornisoul

Das zweite Allstaralbum

Nicht nur, dass es sich bei der Supersonic Blues Machine selbst schon um eine absolute Supergroup handelt, das Quartett lädt sich zudem auch gerne prominente Kollegen in Studio ein. Das war schon bei ihrem Debüt vor etwa anderthalb Jahren beim Album der Fall, und dieses Erfolgsrezept behalten sie auf ihrem neuen Album »Californisoul« bei.

Ein Album mit Liebe

Gerade einmal anderthalb Jahre nach ihrem Debüt meldet sich die Supersonic Blues Machine bereits mit einem neuen Album zurück aus dem Studio.

»Californisoul« heißt das Album, auf dem Sänger und Gitarrist Lance Lopez, Bassist und Produzent Fabrizio Grossi und Schlagzeuger Kenny Aronoff ihrem Titel Bluessupergroup erneut alle Ehre machen.

Insgesamt 13 neue Songs hat die Band aufgenommen, und wie schon beim Vorgänger »West Of Flushing, South Of Frisco« holte man sich dafür gleich mehrfach prominente Unterstützung.

Zum wiederholten Mal sind keine Geringeren als Billy Gibbons, Eric Gales, Walter Trout und Robben Ford mit von der Partie. Und auch Steve Lukather steuerte einen Teil zu »Californisoul« bei.

Einen ersten Vorgeschmack auf das neue Album präsentierte die Supersonic Blues Machine bereits Anfang September mit der Single »L.O.V.E«.

Auch auf der zweiten Platte der Allstarband wird die Liebe zum Bluesrock großgeschrieben. Nichts anderes hätte man auch von der Supersonic Blues Machine erwartet.

St. Vincent (Annie Clark)

St. Vincent (Annie Clark)

Masseduction

Annie Clark alias St. Vincent präsentiert 2017 ihr neues Album »Masseduction«. Für den Nachfolger des selbstbetitelten »St. Vincent« aus dem Jahr 2014 lud sich die US-amerikanische Multiinstrumentalistin, Sängerin und Songwriterin gleich eine ganze Horde hochkarätiger Musikerkollegen ins Studio ein.

Dazu gehören Doveman am Piano, Kamasi Washington am Saxofon, Jenny Lewis als Gastsängerin, Greg Leisz und Rich Hinman an der Pedal-Steel-Gitarre, Tuck & Patti mit Gitarrenparts und Vocals und Sounwave als Beatproduzent. Model und Schauspielerin Cara Delevingne steuerte ebenfalls einige Backgroundvocals bei.

Produziert wurde »Masseduction« von Clark und Jack Antonoff in den Electric Lady Studios in Manhattan. Ein paar zusätzliche Aufnahmen fanden auch im Rough Consumer Studio in Brooklyn sowie im Compound Fracture in Los Angeles statt.

Herausgekommen sind insgesamt 13 neue Songs, die sich laut Angaben von St. Vincent vor allem um Sex, Drogen und Traurigkeit drehen.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Platte gab es bereits mit den Singleauskopplungen »New York« und »Los Ageless«.

Beide zeigen, dass St. Vincent ihren Sound auf »Masseduction« weiter perfektioniert hat: New Wave, Ambient Rock und eine große Portion Pop.

Chris Rea

Chris Rea

Road Songs For Lovers

Die meisten Musiker sind aufgrund ihrer Berufung ständig »On The Road«. Vor allem ein Künstler wie Chris Rea, der seit rund 40 Jahren musiziert, kennt das Leben als Reisender.

Mit seinem neuen Album widmet er sich 2017 diesem Thema und liefert die passende Musik für alle, die etwas mitreisen wollen. Hier ist »Road Songs For Lovers«.

Tom Petty

Tom Petty  /  20.10.1950 – 02.10.2017

A Wilbury Is Gone…

Der Sänger Tom Petty ist gestorben. Das bestätigte Carla Sacks, Sprecherin des Sängers, am späten Montagabend (US-Zeit). Der 66-Jährige habe am Montag einen Herzstillstand erlitten und sei in einem Krankenhaus in Los Angeles gestorben, gab die Familie in der Nacht zu Dienstag in einer Erklärung bekannt.

Der Sänger sei „friedlich im Kreis seiner Familie, Bandkollegen und Freunde gestorben“, hieß es in der Erklärung der Familie weiter. Die Bemühungen im Krankenhaus zur Wiederbelebung nach dem Herzinfarkt seien erfolglos geblieben. Tom Petty sei „viel zu früh gestorben“, erklärte die Familie.

Einen seiner letzten Auftritte hatte Tom Petty als Produzent und Musiker auf dem am 22.09.2017 erschienen Album „Bidin‘ My Timevon Chris Hillman.

Er hatte seit den 70er-Jahren solo und mit seiner Band Tom Petty & the Heartbreakers Welterfolge gefeiert. Songs wie „American Girl“, „Free Falin’“, „Refugee“ oder „I Won’t Back Down“ wurden zu Hits. Zuletzt war er mit seiner Band auf einer Jubiläumstournee in den USA und im September dreimal bei der Hollywood Bowl in Los Angeles. Für November waren zwei Konzerte in New York angekündigt.

Ende der 80’iger kamen die Traveling Wilburys, eine sogenannte Superband bestehend aus George Harrison (Beatles), Roy Orbison, Jeff Lynne (ELO), Bob Dylan und Tom Petty. Die fünf Musiklegenden legten ein erfolgreiches Debüt vor, doch dann starb überraschend Roy Orbison.  Die übrigen vier machten noch eine zweite Platte, dann war Schluss. Immer wieder wurde über ein neues Projekt gemunkelt, doch die letzte Hoffnung starb 2001 mit Harrison. Ein Stück Musikgeschichte waren die Wilburys da längst.

Tom Petty hatte während seiner Musikerlaufbahn mehr als 80 Millionen Platten verkauft. Die Rock and Roll Hall of Fame, die Petty 2002 aufnahm, pries seine Musik als „dauerhaften, hart arbeitenden, einnehmenden und einfachen“ Rock an.

Seinen ersten Nummer-eins-Hit hatte Petty jedoch erst im Jahr 2014 mit „Hypnotic Eye“. Als Songschreiber konzentrierte er sich meist auf die alltäglichen Schwierigkeiten des Lebens und den Willen, diese zu überwinden. „Ich denke, Glaube ist sehr wichtig, um durchs Leben zu kommen“, sagte Petty 1989 in einem Interview. „Ich denke, es ist zuallererst wichtig, dass du an dich selbst glaubst.“ (www.welt.de)

The Traveling Wilburys Fanclub Dirty Wold – Goodbye Tom, See You Later…

Gründung Dirty World

Gründung Dirty World-2

Hi Tom! Thank You For Your Music …

Wolfgang (Wilbury) Scharfe

Shania Twain

Shania Twain

Mit mehr als 85 Millionen verkauften Alben zählt Shania Twain zu den erfolgreichsten Solokünstlerinnen der Welt. Ihre beiden letzten Platten »Come On Over« (1997) und »Up!« (2002) erreichten zudem gleich in mehreren Ländern Platz eins der Charts.

Dann wurde es allerdings weitestgehend still um die kanadische Sängerin und Songwriterin, ganze 15 Jahre lang. Für alle, die wissen wollen, wann endlich das Comebackalbum kommt: Hier ist »Now«.

Ein Comeback, mit dem wohl nur die wenigsten gerechnet hätten: Shania Twain meldet sich 2017 mit einem neuen Studioalbum zurück, ihrem ersten seit 15 langen Jahren.

»Now« heißt der mit Spannung erwartete Nachfolger ihres Nummer-eins-Albums »Up!« aus dem Jahr 2002.

Zwölf brandneue Songs hat die 51-jährige kanadische Sängerin und Songwriterin dafür zusammen mit Produzent Matthew Koma aufgenommen.

Einen ersten Vorgeschmack auf »Now« gab Shania Twain bereits im Juni mit der Single »Life’s About To Get Good«.

»Now« ist als CD, LP sowie als Deluxe-CD mit vier Bonustracks erhältlich.

Gut Ding will Weile haben, manchmal sogar 15 Jahre. Umso mehr freuen wir uns 2017 über das neue Album von Shania Twain: »Now«.

Chris Hillman

Chris Hillman

Bidin‘ My Time

Seit mehr als 50 Jahren gestaltet Chris Hillman aktiv die Musikwelt mit. Er wurde bekannt als Mitglied von The Byrds, den Flying Burrito Brothers, Manassas und The Desert Rose Band. Und auch als Solokünstler hat er ein beachtliches Gesamtwerk vorzuweisen.

Mit seinem neuen Album »Bidin’ My Time« fügt er seinem Katalog 2017 ein weiteres Highlight hinzu. Neben Hillmann warten viele spannende Gäste.

Country-Rock-Pionier und The-Byrds-Legende Chris Hillman meldet sich 2017 mit einem brandneuen Soloalbum zurück. »Bidin’ My Time« heißt der lang erwartete Nachfolger von »The Other Side« aus dem Jahr 2005.

Soloalbum trifft allerdings nur bedingt zu. Zwar veröffentlicht Hillman die Platte unter seinem Namen, im Studio bekam der Musiker allerdings Unterstützung von ein paar alten Bekannten.

Keine Geringeren als Tom Petty, David Crosby, Roger McGuinn, Benmont Tench, Mark Fain, John Jorgenson, Mike Campbell und Steve Ferrone sind unter anderem auf »Bidin’ My Time« zu hören.

Insgesamt zwölf Songs haben Hillman und seine Gäste für die Platte aufgenommen, darunter bislang unveröffentlichte und neuere Songs sowie auch ein paar Byrds-Originale, zum Beispiel »She Don’t Care About Time«, »The Bells Of Rhymney« und »Old John Robertson«. Die Produktion übernahm Tom Petty.

Das erste Album nach mehr als zehn Jahren: Chris Hillman und viele seiner alten Freunde zusammen auf einer Platte: »Bidin’ My Time«.

Rezensionen

»Was für eine Freude! Chris Hillman, einst Mitglied der Country-Rock-Pioniere The Byrds und The Flying Burrito Brothers, klopft wieder an – mit einem starken Solowerk.« (Audio, Oktober 2017)

»Bidin‘ My Time ist ein herrliches Old-school-Album, das zwischen Blue Grass, Country, Folk Rock und Country Rock vollkommen in der Musizierauffassung der 70er Jahre ruht. Und das ist angesichts der vielen modernistischen Einflüsse auf den allgemein als Americana bezeichneten neuen Country / Folk Rock so etwas wie eine Reinigung.« (Good Times, Oktober / November 2017)

Grant Hart

Grant Hart  /  18.03.1961 – 14.09.2017

Grant Hart ist tot. Das berichtet das Entertainment-Magazin „Variety“. Die Facebook-Seite seiner früheren Band Hüsker Dü macht mit einem unkommentierten Schwarzweißbild ihres einstigen Schlagzeugers auf. Hart war an Krebs erkrankt. Bob Mould, sein ehemaliger Bandkollege, bestätigte die Todesmeldung einige Stunden später.

In St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota kam Grant Hart 1961 zur Welt. Er erbte das Schlagzeug seines älteren Bruders, als dieser bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. 1979 gründete er mit Bob Mould und Greg Norton die Band Hüsker Dü – benannt nach der norwegischen Frage „Erinnerst du dich?“. Anfangs wurde die Band als Teil der Hardcore-Szene wahrgenommen, doch schnell wurde klar, dass in ihren lauten, kurzen Songs auch eingängige Melodien schimmerten.

Neben dem Gitarristen Mould schrieb und sang auch Schlagzeuger Hart Songs für die Band, darunter Klassiker wie „Never Talking To You Again“ und „Pink Turns to Blue“ von dem ambitionierten Doppelalbum „Zen Arcade“ auf dem SST-Label, der Mitte der Achtziger wohl wichtigsten unabhängigen Plattenfirma für Indie-Rock in den USA.

1986 wechselten Hüsker Dü zu einem Major Label, Warner, und veröffentlichten zwei Alben („Candy Apple Grey“ und „Warehouse Songs & Stories“ – ein weiteres Doppelalbum), die zwar von der Kritik hochgelobt wurden, aber nicht den kommerziellen Erfolg erreichten, der einige Jahre später von Grunge-Bands wie Nirvana erzielt wurde, die sich wiederum auf Hüsker Dü bezogen.

Im September war angekündigt worden, dass die frühen Aufnahmen von Hüsker Dü als Boxset vom renommierten Label Numero Group wiederveröffentlicht werden sollen. Die Ankündigung von „Savage Young Dü“ löste bereits eine Welle von Erinnerungen an die Band aus, die sich sowieso noch verstärkt hätte. Ihren Höhepunkt wird Grant Hart nicht mehr erleben, er wurde 56 Jahre alt.

(Quelle SPIEGEL ONLINE)

Chris Norman

Chris Norman

Don’t Knock The Rock

„Aufregend und immer wieder neu an diesem Prozess sind doch letztlich die Songs selbst: Ich kann gar nicht anders, ja, ich muss einfach immer neue Stücke schreiben“, sagt Chris Norman über die Entstehung seines neuen Albums „Don’t Knock The Rock“. Auch dieses Album sei ohne konkreten Anfangspunkt, ohne festen Vorsatz, sondern vielmehr zwangsläufig entstanden: …

„Wenn ich das nicht mache, fühle ich mich wie eingesperrt in einer Zeitkapsel aus der Vergangenheit“, so der 66-Jährige weiter, der seine Fans auf der Bühne gleichwohl auch nach Jahrzehnten mit diversen Smokie-Klassikern oder frühen Hits wie „Midnight Lady“ beglückt. Extrem facettenreich, geerdet und persönlich, erscheint das neueste Studioalbum am 15. September 2017 beim Label Solo Sound Records: Es vereint einige der eindringlichsten Kompositionen, die der Brite in den letzten Jahrzehnten vom Stapel gelassen hat.

Geschrieben hat Chris Norman die insgesamt 14 neuen Tracks größtenteils im Alleingang; er arbeitete dafür mit der Gitarre, am Klavier, im sonst ganz stillen Kämmerlein – und zwar immer so lang, bis „einen plötzlich dieses Gefühl überkommt, dass man das irgendwie schon kennt, was man da spielt“. Genau dieses Element macht „Don’t Knock The Rock“ so ansteckend.

Während er mit dem druckvollen Eröffnungs- und Titelsong „Don’t Knock The Rock“ gleich eine erste, unmissverständliche Rockhymne vorwegschickt, zeichnet auch das neue Album insgesamt jene Vielfalt aus, die dem gefeierten Vorgänger „Crossover“ seinen Titel einbrachte: „Ich bin niemand, dem viel an starren Konzepten liegt: Meine Alben gehen in diverse Richtungen – weil ich nun mal so aufgewachsen bin! Auf jenem Album der Beatles, auf dem z.B. ‘Yesterday’ drauf war, da klang der Rest ja auch vollkommen anders. Was die Sache zusammenschweißt, waren die Beatles selbst“, meint der Brite, dessen unverkennbar-grobkörnige Stimme hier fürs Zusammenschweißen zuständig ist.

Die flirrenden Gitarren der ersten Single „Sun Is Rising“ tauchen im Verlauf der LP immer wieder auf, genauso wie weitere knallharte Rocknummern („Good Good Loving“, „Suicide Street“), epische Songs mit Melancholie-Beigeschmack („Chasing After Starlight“) oder auch Abstecher in die Südstaaten der USA („Sweet Virginia“): „Ich mache das genauso: Ich schreibe Songs, die in alle möglichen Ecken abzielen, weil ich auf alle möglichen Sachen stehe. Wenn ich einen Song von Hank Williams höre, dann beeinflusst der auch Wochen später indirekt noch immer mein Songwriting“, so Chris Norman, der nur einen der neuen Songs mit seinem angestammten Gitarristen Geoff Carline komponierte.

Seine ganze Stimmgewalt packt er auch bei der zweiten Single „Crawling Up The Wall“ (VÖ-Termin 25.08.17) aus, was auch für die ruhigeren Stücke „Your Are The Light“, „Losing You“ oder das leichte, mit Country-Gitarren durchzogene Abschlusslied „Little Butterfly“ gilt. Indem er klassisches Genres immer neu zusammendenkt, klingt „Don’t Knock The Rock“ insgesamt extrem geerdet und rootsy – und zwar selbst dann, wenn ein zuversichtlicher Song mit Roadtrip-Feeling wie „If We Had Wings“ zum Abheben einlädt.

Seine erste Gitarre, die Chris Norman mit sieben Jahren bekam, hat gerade mal drei Pfund gekostet – sollte aber wenig später Grundstein für eine inzwischen fünf Jahrzehnte umspannende Karriere sein: Als Anfang der Sechziger plötzlich Bands wie die Beatles, die Stones, die Animals oder die Kinks seine schon zuvor dank Elvis geweckte Musikleidenschaft vollends zum Aufblühen brachten, hatte der 1950 geborene Sänger aus Yorkshire das Glück, schon als 12-Jähriger zwei Jungs wie Alan Silson und Terry Uttley in der Schule kennenzulernen – mit denen er bekanntermaßen ab 1975 als Smokie weltberühmt werden sollte. Komplettiert von Pete Spencer, gingen allein in Deutschland in den Jahren danach 13 ihrer Singles (u.a. „If You Think You Know How To Love Me“, „Living Next Door To Alice“, „Mexican Girl“, „It’s Your Life“ und „Lay Back In The Arms Of Someone“) in die Top-10 – und zählen bis heute zu den Klassikern dieser Ära.

Nachdem er mit seinem Duett „Stumblin’ In“ (mit Suzi Quatro) schon früh einen ersten Hit außerhalb der Band gelandet hatte, kehrte Norman Smokie 1986, nach zehn erfolgreichen Jahren, den Rücken und belegte schon mit seiner ersten Solo-Single, dem „Tatort“-Hit „Midnight Lady“, ganze sechs Wochen lang Platz 1 der deutschen Charts. Seither ließ der „Videokünstler des Jahres“ (CMT, 1994) unzählige Solo-Hits folgen (u. a. „No Arms Can Ever Hold You“ und „Broken Heroes“ aus den Achtzigern, „Amazing“ von 2004), so dass seine Clips bei YouTube inzwischen zum Teil über 10 Millionen Views verzeichnen.

Dieses Jahr meldet sich der 66-jährige Brite, der zuletzt die Alben „Time Traveller“ (2011), „There and Back“ (2013) und „Crossover“ (2015) veröffentlicht hatte, mit einem echten Karrieremeilenstein zurück, der schon deshalb so schlüssig klingt, weil er sich aktuell einfach so gut fühlt in seiner Haut: „Ja, ehrlich gesagt fühle ich mich sogar wohler als zu der Hochphase von Smokie. Man lernt schließlich immer dazu, wird immer besser.“ Auch das hört man schon nach wenigen Takten von „Don’t Knock The Rock“.

Quelle: Solo Sound Records