Dolly Rebecca Parton (* 19. Januar 1946 – † 25. August 2026)
Good Bye My Dear And Thank You For Your Music W(W)S
Dolly Rebecca Parton (* 19. Januar 1946 – † 25. August 2026)
Good Bye My Dear And Thank You For Your Music W(W)S
Ein radikaler Befreiungsschlag mit Ecken und Kanten
Mit Petal bricht Ariana Grande endgültig aus dem starren Korsett aus, das die Öffentlichkeit und ihre eigene Vergangenheit ihr auferlegt haben. Wo frühere Werke oft extrem glattpoliert und höflich wirkten, schlägt sie hier einen überraschend ungezähmten, fast schon rebellischen Ton an. Sie beschreibt das Gefühl selbst treffend als „Feral“ (wild/ungebührend) – und genau das hört man. Es fühlt sich an, als hätte sie die ständige Schüchternheit abgelegt und würde den Erwartungen anderer ein klares „Scheiß drauf“ entgegenschmettern.
Thematische Tiefe: Leben, das durch Beton bricht
Der Titel petal klingt im ersten Moment zart, doch die symbolische Bedeutung dahinter ist kraftvoll: Es geht um etwas Lebendiges, das sich mühsam einen Weg durch eine kalte, harte und unnachgiebige Umgebung kämpft.
Sound und Gesang: Reif und experimentell
Musikalisch zeigt Grande eine beeindruckende Weiterentwicklung. Ihre Stimme hat durch ihre Musical-Erfahrung (wie in Wicked) spürbar an Kontrolle und Dynamik gewonnen. Anstatt sich auf klassischen, sicheren Pop zu verlassen, nutzt der Song petal spannende Kontraste: Sanfte Synthesizer-Klänge treffen auf eine direkte, fast ungeschönte Produktion. Das wirkt intim, verletzlich und gleichzeitig extrem stark.
Fazitpetal ist kein klassisches „Gute-Laune-Pop-Album“, sondern ein musikalisches Tagebuch einer Heilung. Ariana Grande beweist hier Mut zur Hässlichkeit im emotionalen Sinne, indem sie Schmerz und Wut zulässt. Es ist ein kurzes, aber unheimlich dichtes Werk, das zeigt: Um zu blühen, muss man manchmal alten Ballast radikal zerstören. Für mich eines ihrer authentischsten und stärksten Projekte überhaupt.
„The Boys Of Dungeon Lane“ ist ein zutiefst persönliches, nostalgisches und emotionales Spätwerk, mit dem der inzwischen 83-jährige Paul McCartney eine berührende Brücke in seine eigene Vergangenheit schlägt. Das am 29. Mai 2026 erschienene Album wird von Kritikern als eines seiner stärksten und reflektiertesten Solo-Projekte seit Jahrzehnten gefeiert.

Hier ist meine Rezension, die die wichtigsten Stärken und Schwächen des Albums versucht zusammen zu fassen:
Das Konzept: Eine musikalische Zeitreise
McCartney nutzt die 14 Songs, um ungeschminkt und intim auf seine Jugend im Nachkriegs-Liverpool zurückzublicken – lange bevor die weltweite „Beatlemania“ ausbrach. Der Albumtitel bezieht sich auf eine Straße in der Nähe seines damaligen Zuhauses.
Musikalische Umsetzung & Produktion
McCartney hat – wie schon bei seinen McCartney-Vorgängeralben – fast alle Instrumente selbst eingespielt. Unterstützung holte er sich vom 35-jährigen Star-Produzenten Andrew Watt.
Kritikpunkte
Trotz des Lobes gibt es auch kleine Schwächen. Die Zusammenarbeit mit dem modernen Produzenten Andrew Watt funktioniert nicht in jedem Moment. Manche Songs (wie der Opener „As You Lie There“) wirken im Rhythmus und Mix etwas überproduziert oder künstlich glattgebügelt, wodurch der intime Charakter stellenweise verloren geht. Auch zündet im Vergleich zu seinen Meisterwerken aus den 60er- und 70er-Jahren nicht mehr jede Melodie sofort.
Fazit: Ein würdiges Denkmal
„The Boys of Dungeon Lane“ ist kein perfektes Pop-Album, aber ein meisterhaftes, ehrliches Dokument des Älterwerdens. Wer die Beatles liebt, wird hier unweigerlich Gänsehaut bekommen. Sollte dies das finale Studioalbum in McCartneys beispielloser Karriere sein, ist es ein absolut großartiger und intimer Abschiedsgruß.
W(W)S Kalenderblatt vom 26. April
Emmylou Harris zeigt auf ihrem am 26.04. 2011 erschienenen Album „Hard Bargain“ eindrucksvoll, dass sie auch nach Jahrzehnten im Geschäft nichts von ihrer emotionalen Tiefe und künstlerischen Relevanz eingebüßt hat. Das Album besticht durch seine Reduziertheit. Neben Emmylou Harris selbst waren nur Produzent Jay Joyce und Musiker Giles Reaves an den Aufnahmen beteiligt.
Hier ist meine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte des Albums:
Fazit: Hard Bargain ist kein glattpoliertes Country-Album, sondern ein ehrliches, handgemachtes Spätwerk einer Ikone. Es ist besonders für Fans empfehlenswert, die die leisere, nachdenkliche Seite von Emmylou Harris schätzen.
Das Album „Conversations“ von Ken Norris (Gesang) und Ulf Meyer (Gitarre) ist ein Paradebeispiel für die Kraft der musikalischen Reduktion. Wie der Titel verspricht, präsentieren die beiden Musiker hier ein intimes Zwiegespräch, das ohne Effekthascherei auskommt und stattdessen auf tiefem gegenseitigem Zuhören basiert.

Rezensions-Highlights:
Fazit: Eine klare Empfehlung für Liebhaber des kammermusikalischen Jazz. Das Album wirkt „aus einem Guss“ und bietet anspruchsvolle Unterhaltung im besten Sinne.
Fazit: Eine klare Empfehlung für Liebhaber des kammermusikalischen Jazz. Das Album wirkt „aus einem Guss“ und bietet anspruchsvolle Unterhaltung im besten Sinne. Mehr Details finden sich auf jazz-fun.de.
W(W)S Kalenderblatt vom 23. April
„Sticky Fingers“ (23.04.1971) gilt als eines der absoluten Meisterwerke der Rolling Stones und markiert einen Wendepunkt in ihrer Karriere. Es war das erste Album auf ihrem eigenen Label und das erste, auf dem Gitarrist Mick Taylor sein volles technisches Können einbrachte.

Musikalische Highlights
Die Platte besticht durch eine perfekte Mischung aus rauer Rock-Energie, Blues-Einflüssen und Country-Elementen. Kritiker von metal.de heben hervor, dass es das erste Werk ohne den verstorbenen Brian Jones war, was den Sound merklich veränderte.
Unvergesslich ist das Cover-Design von Andy Warhol, das eine Nahaufnahme einer Jeans mit einem echten, funktionierenden Reißverschluss zeigt. Es zementierte das Image der Band als provokante Ikonen der Rockkultur.
Fazit der Kritiker
Während Legenden wie Jon Landau das Album bei Erscheinen fast schon zerrissen, sehen heutige Experten, etwa vom ROCKS-Magazin, darin einen souveränen Beleg für die kreative Schlagkraft der Band. Rezensenten auf Rezensator.de betonen, dass das Album einen „Biss“ besitzt, der vielen anderen Veröffentlichungen fehlt. Für viele Fans bleibt es das ultimative Stones-Album der 70er Jahre.
In Memoriam
Dave Mason (* 10. Mai 1946; † 19. April 2026) war ein einflussreicher britischer Rockmusiker, der vor allem als Mitbegründer der Band Traffic und durch seine Zusammenarbeit mit Rock-Ikonen wie Jimi Hendrix und den Rolling Stones bekannt wurde.
W(W)S Kalenderblatt vom 22. April
Ein exzentrisches Meisterwerk zwischen Öko-Punk und Pop-Psychedelia (22.04.1991)
Nach dem kommerziellen Scheitern und den künstlerischen Kompromissen seines 1988er Albums My Nation Underground hätte Julian Cope leicht in der Versenkung verschwinden können. Stattdessen nutzte er die Pause für eine radikale Neuausrichtung. Das Ergebnis war 1991 Peggy Suicide, ein Doppelalbum, das oft als sein reifes Meisterwerk betrachtet wird – auch wenn „Reife“ bei einem Künstler, der sich gerne in Papier-und-Kleister-Köpfe kleidet, relativ ist.

Das Konzept: „Grüner“ Zorn
Peggy Suicide ist ein zutiefst politisches und ökologisches Konzeptalbum. Cope nutzt die Metapher „Peggy“ für die Erde, die durch die Last der Menschheit in den Selbstmord getrieben wird. Es gilt als eines der ersten „grünen“ Konzeptalben und ist eine wütende Abrechnung mit der Thatcher-Ära und dem rücksichtslosen Raubbau an der Natur (besonders deutlich im aggressiven „Leperskin“).
Musikalische Bandbreite: Ein gewagter Mix
Das Album ist eine ambitionierte Mischung aus verschiedenen Stilen:
Stärken & Kritik (Fairness-Check)
Fazit
Peggy Suicide ist ein „kleines Monster“ von einem Album, das sich lohnt, wenn man sich darauf einlässt. Es ist eine fantastische, erfinderische Platte, die beweist, dass Cope ein „Madman“ im positivsten Sinne ist – ein interessanter Musiker in einer Welt voller angepasster Künstler. Es ist der Wendepunkt in Copes Karriere weg vom Pop-Star hin zum eigenwilligen Musiker-Philosophen.
W(W)S Kalenderblatt vom 12. April

Wasting Light (12.04.2011) gilt für viele Fans und Kritiker als das absolute Meisterwerk der Foo Fighters. Hier ist meine Rezension, die sowohl die Stärken als auch die (wenigen) Schwächen beleuchtet.
Die nackte Wahrheit: Zurück zu den Wurzeln
Nachdem die Band in den Jahren zuvor immer „sauberer“ und radiotauglicher klang, war Wasting Light eine bewusste Kehrtwende. Das Album wurde komplett analog in Dave Grohls Garage aufgenommen – ohne Computer-Schnickschnack wie Auto-Tune oder Copy-Paste-Riffs. Und genau das hört man jeder Sekunde an.
Die Highlights
Was man kritisch sehen kann
Fazit: 9/10
Wasting Light ist das Album einer Band, die nichts mehr beweisen muss und genau deshalb so befreit aufspielt. Es ist eine Liebeserklärung an den rohen Rock ’n’ Roll. Wenn du ein Album suchst, das die Essenz der Foo Fighters einfängt – die Energie, die Melodien und die pure Spielfreude – dann ist dies das Richtige.
Weitere Details und professionelle Meinungen findest du in den Rezensionen von Plattentests.de, VISIONS oder Laut.de.
W(W)S Kalenderblatt vom 11 April
Calexico präsentiert auf Garden Ruin, am 11.04.2020 veröffentlicht einen Wandel hin zum melodischen Folk-Rock, der die gewohnten Wüsten-Noir-Sounds zugunsten von Songwriting reduziert. Trotz kontroverser Meinungen innerhalb der Fangemeinde, wird das Werk als handwerklich starkes, politisches und dennoch poppiges Album mit Highlights wie „Bisbee Blue“ und „All Systems Red“ geschätzt.

Mit „Ambiguous Desire“ wagt Arlo Parks einen gelungenen Spagat zwischen intimer Verletzlichkeit und tanzbarem elektronischem Dream-Pop, inspiriert von queeren Clubs in NYC. Das dritte Album überzeugt durch stärkere Bässe und treibende Beats (u.a. UK-Garage-Vibe), ohne ihre sanfte Stimme und tiefgründigen Texte aufzugeben.

Hier ist meine Rezension zu Arlo Parks: Ambiguous Desire:
Es ist ein „tanzbares“, aber paradoxerweise auch ihr „introvertiertestes Album
L.I.F.T. (2026) der The Neal Morse Band (NMB) wird von Kritikern als ein emotional tiefgründiges und handwerklich brillantes Konzeptwerk gelobt, das sich qualitativ mit dem gefeierten „The Similitude Of A Dream“ messen kann. Rezensenten heben besonders die gelungene Mischung aus gewohnter Prog-Grandiosität und einer neuen, intimeren Atmosphäre hervor.
Musikalische Einordnung
Das Album wird als „erbauliches Prog-Erlebnis“ beschrieben, das trotz der Rückkehr von Mike Portnoy zu Dream Theater die ungebrochene Chemie der fünf Musiker demonstriert.
Konzept und Thematik
Der Titel steht als nicht näher erklärtes Akronym für ein Konzeptalbum über die Reise eines Menschen, der nach Zugehörigkeit und Ganzheit sucht.
Bewertungen in der Fachpresse