News

Kari Bremnes

Det Vi Har

Die Alben von Kari Bremnes stehen seit jeher für besondere Klangqualität. Ganze 16 Longplayer veröffentlichte die Norwegerin in den letzten 30 Jahren.

2018 fügt sie ihrem Œuvre ein weiteres Klangerlebnis hinzu: »Det vi har« heißt ihr neues Album, ein Stück musikalische Heimat.

Alle Tugenden der norwegischen Sängerin, dicht gebündelt auf einem Album – atemberaubend!
Wer in Stille und Abgeschiedenheit einem Album von Kari Bremnes lauscht, wird in einen herrlichen, fast traumhaften Zustand versetzt. Seit 30 Jahren modelliert die Norwegerin an ihrem einzigartigen Sounduniversum, dem sie mit ihrer Stimme zwischen den Polen „schneidend kühl“ und „warmherzig zärtlich“ Leben, Lust und Leidenschaft verleiht. Und zuweilen ein leises Lächeln. Auch auf ihrem jüngsten Werk „Det vi har“ lassen sich die klare Luft, die weiten Panoramen und die manchmal unwirkliche Stille und unheimliche Einsamkeit ihrer nordischen Heimat entdecken – übersetzt in flirrende wie gläserne Klänge, kraftvolle Verse und dann und wann kleine, sympathische Verschrobenheiten. Etwa wenn sie mit „Det må være orden“ zum fast fröhlichen Stakkato der Rhythmen einen Sprechgesang intoniert, der eher an Leonard Cohen als an Hip-Hop erinnert.

Ihre Geschichten trägt sie nach Abstechern ins Englische heute wieder ausschließlich in ihrer Landessprache vor. Nach eigenem Bekunden entspringen diese aus genauen Beobachtungen und einer unbedingten Liebe zum Detail. Selten kreisen die Lyrics ums große Ganze, sondern halten sich im Intimen, weitaus Geheimnisvolleren auf. Auch deshalb umgeben ihre exquisiten Musiker sie weder mit verschwenderischer Opulenz, noch mit Klängen aus dem Reich der Niedlichkeiten.

Rezensionen

»… auch unter den elf aktuellen Titeln finden sich wieder einige Perlen …« (Stereo, Februar 2018)

»… die wahre Schönheit dieser CD liegt in Karis Stimme: ein glasklarer und doch warmherziger Gesang, so dynamisch präsent zwischen den Lautsprechern, wie es sein muss.« (Audio, Februar 2018)

 

 

 

 

 

 

Camille Bertault

Pas De Géant

Camille Bertault ist Frankreichs neuer Jazz-Shootingstar – charmant, witzig und beispiellos virtuos! Auf ihrem Album-Debüt bei Okeh Records „Pas de géant“ (Riesenschritte) erlebt man, wie sie in ihrem ganz eigenen Stil „Vocalese“ singt und berühmte Jazzstandards mit neuen Texten versieht.

Ihre Art zu singen ist ohne Vergleich: rasend schnell und unglaublich sanft, mit wilder Freiheit und müheloser Leichtigkeit. Für Bertault ist John Coltrane ein größeres Vorbild als Sängerinnen wie Betty Carter oder Ella Fitzgerald. In verblüffender Weise verbindet sie Worte, Rhythmen und Noten, entlockt der schwelgerisch dargebotenen Musik eine wahre Fülle von Bedeutungen.

Der Titel ihres Albums ist die wörtliche Übersetzung von „Giant Steps“, dem Jazzstandard von John Coltrane, zu dem sie einen Text dichtete und auf YouTube für Aufsehen sorgte. Neben „Giant Steps“ versieht sie „House of Jade“ von Wayne Shorter und „Very Early“ von Bill Evans mit neuen Worten, singt entlang der Aria aus den Goldberg-Variationen, interpretiert Popsongs wie „Comment te dire adieu“ von Serge Gainsbourg oder „La Femme coupée en morceaux“ von Michel Legrand und präsentiert sogar noch eigene Songs.

Michael Landau

Rock Bottom

Al Jarreau , Pink Floyd, Chicago, Joni Mitchell, Rod Stewart, Anastacia, Céline Dion, Bobby Caldwell, Sarah Brightman, Eros Ramazzotti und, und … – sie alle und viele weitere haben bereits von den unglaublichen Fähigkeiten des Michael »The Man« Landau profitiert.

2018 meldet sich der US-amerikanische Gitarrenvirtuose und Sänger allerdings mit einem eigenen neuen Album zurück: Hier ist »Rock Bottom«.

Unterstützt wird Landau auf »Rock Bottom« von David Frazee (Gesang), mit der er die meisten Songs für das Album schrieb, Alan Hertz (Schlagzeug), Larry Goldings (Keyboard) und seinem Bruder Teddy Landau (Bass).

Herausgekommen ist ein zehn Tracks starkes Classic-Rock-Album, das mal an Hendrix, mal an Buffalo Springfield und dann wieder an die Beatles erinnert.

Wie genau die Platte klingt, verriet Michael Landau bereits mit der ersten Single »We’re Alright«.

Und die verrät: »Rock Bottom« ist ein großartiges und abwechslungsreiches Album, das seinem Namen alle Ehre macht – wenn man ihn als »Basis des Rock« versteht.

Chick Corea & Steve Gadd Band

Chinese Butterfly

Bereits vor 45 Jahren spielten Chick Corea und Steve Gadd erstmals Seite an Seite in Coreas legendärer Fusion-Formation Return To Forever.

2018 feiern der Pianist und der Schlagzeuger ihre Wiedervereinigung, und zwar mit einer hervorragenden Band und einem neuen gemeinsamen Album: Hier ist »Chinese Butterfly« von der Chick Corea & Steve Gadd Band.

Bereits vor 45 Jahren spielten Chick Corea und Steve Gadd erstmals Seite an Seite in Coreas legendärer Fusion-Formation Return To Forever.

2018 feiern der Pianist und der Schlagzeuger ihre Wiedervereinigung, und zwar mit einer hervorragenden Band und einem neuen gemeinsamen Album: Hier ist »Chinese Butterfly« von der Chick Corea & Steve Gadd Band.

First Aid Kit

Ruins

Von Schweden in die Welt

Mit Coverversionen und Songs bei YouTube starteten die beiden Schwestern Klara und Johanna Söderberg alias First Aid Kit vor gut zehn Jahren ihre Musikkarriere. Heute gehört die Band in ihrer Heimat Schweden zu den absoluten Superstars. Ihre beiden letzten Alben landeten dort auf Platz eins der Charts.

Auch international feierten First Aid Kit mit ihrer Mischung aus Akustikfolk und Indiepop bereits einige Erfolge. 2018 steht ihr neues Album »Ruins« in den Startlöchern.

First Aid Kit sind zurück. Das schwedische Duo, bestehend aus den beiden Schwestern Klara und Johanna Söderberg, steht 2018 mit einem neuen Album in den Startlöchern.

»Ruins« heißt der Nachfolger von »The Lion’s Roar« (2012) und »Stay Gold« (2014), die in ihrer Heimat Schweden beide auf Platz eins der Charts landeten.

Zehn neue Stücke haben First Aid Kit dafür in Portland, Oregon aufgenommen. Die Produktion übernahm Tucker Martine, der bereits für Künstler wie My Morning Jacket, The Decemberists und Mudhoney arbeitete.

Ein paar Gastbeiträge gibt es auf »Ruins« ebenfalls: R.E.M.-Gitarrist Peter Buck, Wilco-Schlagzeuger Glenn Kotche sowie Midlake-Schlagzeuger McKenzie Smith trugen einen Teil zum neuen Album bei.

Das Ergebnis ist eine brillante Fusion aus verträumtem Indiepop, Folk und Country. Dafür sprechen jedenfalls die ersten drei Singleauskopplungen »It’s A Shame«, »Postcard« und »Fireworks«. Dazu kommen die Engelsstimmen der beiden Sängerinnen und ihre zweistimmigen Gesänge.

Alles in allem ergibt sich daraus die absolut unverwechselbare Signatur von First Aid Kit, die sie mit »Ruins« sogar noch weiter vertiefen.

Dolores O’Riordan

06.09.1971 – 15.01.2018

Ihre Stimme ging durch Mark und Bein: Die Stimme der irischen Rockgruppe Cranberries, Dolores O’Riordan, ist tot. Das teilte die Band am Montag mit. Sie starb demnach überraschend während eines Aufenthalts in London. Dolores O’Riordan wurde nur 46 Jahre alt.

Angaben zur Todesursache gab es zunächst keine. Die Familie sei von der Nachricht „am Boden zerstört“ und bat um Beachtung der Privatsphäre, hieß es in der knappen Mitteilung.

Die Cranberries aus der beschaulichen irischen Hafenstadt Limerick verkauften in den 90er Jahren weltweit Millionen Tonträger. Einen der größten Erfolge feierte die Band mit dem Song „Zombie“, der 1994 herauskam und 1995 auch in Deutschland ein Nummer-eins-Hit war. Für viele blieb das Lied vor allem wegen Dolores O’Riordans Gesangs („In your head, in your head / zombie, zombie“) ein Ohrwurm.

In dem Song geht es um den jahrzehntelangen blutigen Nordirlandkonflikt, der erst ein Jahr davor mit einem Waffenstillstand ein vorläufiges Ende gefunden hatte. Die wehklagende Stimme von Dolores O’Riordan schien nicht nur auf der von der Gewalt zermürbten irischen Insel einen Nerv zu treffen.

„Viele Menschen finden, dass meine Stimme einzigartig ist. Als junger Mensch erkennt man das nicht“, sagte Dolores O’Riordan einmal im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin gesegnet damit.“ (Die Welt)

Glen Hansard

Between Two Shores
Vom Straßenmusiker zum Chartstürmer

Seine ersten Auftritte absolvierte Glen Hansard als Straßenmusiker. Danach spielte der irische Sänger, Gitarrist und Songwriter in verschiedenen Bands. Seinen großen Durchbruch feierte er schließlich vor gut zehn Jahren im Musikfilm »Once«, zu dem er auch den Soundtrack beisteuerte. Zwei Soloalben folgten bis heute. Beide schafften es in seiner Heimat in die Top 3.

2018 präsentiert Hansard nun bereits sein drittes Album in Eigenregie. »Between Two Shores« ist ein weiterer Höhepunkt seiner Karriere.

Spätestens seit seinem Musikfilm »Once« ist Glen Hansard bekannt für seine gefühlvollen und leidenschaftlichen Songs. Seine beiden Soloalben »Rhythm and Repose« und »Didn’t He Ramble« haben das bestätigt.

2018 macht er genau hier weiter: »Between Two Shores« heißt die mittlerweile dritte Platte des Iren, und die ist wieder einmal ganz große Songwriterkunst.

Einen ersten Vorboten seines neuen Albums schickte Glen Hansard bereits im September 2017 mit der Single »Time Will Be The Healer« ins Rennen.

»Between Two Shores« ist als CD und als LP erhältlich. Zudem gibt es eine limitierte farbige LP mit blau-goldenem Vinyl.

Nur wenigen Künstlern gelingt es, ihr Songwriting mit der Zeit immer weiter zu perfektionieren und dabei so authentisch zu bleiben wie Glen Hansard. »Between Two Shores« heißt der eindrucksvolle Beweis.

Rezensionen

»Schon allein seine Stimme nimmt einen gefangen. Mutmaßlich gestählt durch reichlich Whiskey, verfügt sie über ungeahnte Durchschlagskraft.« (Stereo, Februar 2018)

„Fast“ Eddie Clarke

05.10.1950 – 10.01.2018

Er war das letzte lebende Mitglied der klassischen Besetzung der Metal-Band Motörhead, jetzt ist Eddie Clarke überraschend gestorben. Unter seiner Mitwirkung entstanden die stilprägenden Alben der Band. „Overkill„, „Ace Of Spades“ und „Iron Fist„: Bei den drei wegweisenden Alben der britischen Band Motörhead spielte Eddie Clarke die Gitarre. Am 10. Januar starb der 67-Jährige an den Folgen einer Lungenentzündung. Das gab die Band auf ihrer Facebook-Seite bekannt.

Clarke gehörte neben dem Gründer Lemmy Kilmister und Phil Taylor zum klassischen Line-up von Motörhead. Er war von 1976 bis 1982 dabei, der erfolgreichsten Zeit in der Band-Geschichte. In diesem Zeitraum verschmolz sie Elemente aus Hard Rock, Punk, Rock’n’Roll und Bluesrock zu einem elektrisierenden Proto-Metal, der zahllose Bands wie unter anderen Metallica beeinflusste.

Clarke stieg 1982 nach einem Streit über die Platte „Iron Fist“ und die musikalische Zukunft von Motörhead aus. Er gründete seine eigene Band Fastway, mit der er allerdings nicht an den Erfolg mit Motörhead anschließen konnte.

Mit „Fast“ Eddie Clarke ist das letzte überlebende Band-Mitglied aus der großen Zeit der Band verstorben. Drummer Phil Taylor verschied am 11. November 2015, Bassist und Sänger Lemmy nur wenige Wochen später am 28. Dezember 2015.

 

Joe Satriani

What Happens Next

15 Soloalben veröffentlichte Joe Satriani bislang im Laufe seiner 30-jährigen Karriere. Hinzu kommen weitere Platten mit seinen Bands G3 und Chickenfoot.

Eine Pause gönnt sich der Gitarrenvirtuosen aber auch 2018 nicht. Stattdessen geht er mit seinem brandneuen Album »What Happens Next« an den Start, für das er sich ein paar alte Bekannte mit ins Boot holte.

Joe Satriani startet ins Rockjahr 2018

Das Rockjahr 2018 geht gut los, denn kein Geringerer als Joe Satriani veröffentlicht im Januar ein neues Album. »What Happens Next« heißt die mittlerweile 16. Soloplatte, für die er sich prominente Unterstützung holte.

Mit dabei sind nämlich Red-Hot-Chili-Peppers-Schlagzeuger Chad Smith, mit dem er zusammen in der Supergroup Chickenfoot spielt, sowie Black-Country-Communion- und Ex-Deep-Purple-Sänger und -Bassist Glenn Hughes.

Mit ihrer Hilfe hat Satriani für »What Happens Next« zwölf neue Songs aufgenommen. Die Produktion übernahm mal wieder Mike Fraser.

Bereits drei Vorboten des neuen Albums präsentierte der Musiker bereits: »Energy«, »Thunder High On The Mountain« und »Cherry Blossoms«.

Und diese machen deutlich: Mit »What Happens Next« schickt Joe Satriani im Januar 2018 das erste Rockhighlight des Jahres ins Rennen.

Hans Hartz

Egal welche Sprache ihr sprecht, der Song spricht für sich. Egal wie, was, wer, wo und warum … „Sail Away“

Lebe Dein Leben, Du bist Frei …

Hans Hartz  * 22. Oktober 1943 in Lunden; † 30. November 2002 in Frankfurt am Main

Happy New Year und Euch allen eine schöne Zeit und vor allem Gesundheit …

Turin Brakes

Invisible Storm

Ziemlich genau zwei Jahre nach ihrem letzten Geniestreich »Lost Property« melden sich Turin Brakes 2018 bereits mit einem neuen Album zurück: »Invisible Storm« heißt die mittlerweile achte Studioplatte der englischen Indie- und Folkpopband.Elf neue Stücke haben Olly Knights, Gale Paridjanian und die beiden langjährigen Mitglieder Rob Allum und Eddie Myer dafür im vergangenen Jahr in den Rockfield Studios, Monmouth Valley aufgenommen. Für die Produktion zeichnete wieder einmal Ali Staton (Madonna, Morten Harket, Rufus Wainwright) verantwortlich.

Mit »Would You Be Mine« und »Wait« gab es bereits im November 2017 die erstn Veröffentlichungen von »Invisible Storm«. Und die zeigt, dass Turin Brakes 2018 die große musikalische Bandbreite ihres Vorgängers fortsetzen: akustischer Gitarrenpop, Folk, Blues, Rock, elektronische Klänge – auf dem neuen Album finden so einige Stile ihren Platz.

Dennoch gelingt es dem Quartett recht beeindruckend, alles zu einem homogenen Ganzen zu verbinden.

Das Resultat ist der unverwechselbare Sound einer unverwechselbaren Band. »Invisible Storm« heißt der neue Beweis.

Olly Knights: „The idea of an invisible storm came to me as a theme during the end of writing the album, I’ve always loved the quote „everyone you meet is fighting their own war, so be kind.“ Invisible Storm (the album) is very much coming from that sentiment, that we are all at the mercy of our own internal weather systems despite outward appearances that may paint different pictures.

This album tries to trace a line between these tense internal struggles and what’s happening outside of ourselves. Perhaps even suggesting a link between the invisible storms of our inner worlds and the outer tensions and social and political storms that seem to be sweeping the world these days.“