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Guten Rutsch & Happy New Year

Hallo Leute,
Ich wünsche uns allen für 2021

… das Corona wieder ein Bier ist
… dass wir, wenn wir uns wiedersehen, wieder einen Schritt nach vorne machen und nicht mehr zurück
… dass Positiv auch wieder was Positives ist
… dass Tests wieder in der Schule stattfinden
… dass Isolieren wieder für Häuser und Kabel gilt
… dass man mit einer Maske Karneval feien kann
… dass wir den Menschen, die für uns da waren und da sind, nicht nur verbal Wertschätzung entgegenbringen
… und dass Donald wieder eine Ente ist

HARDY und HEROES

Hinter „HARDY und HEROES“ steht der Dessau-Roßlauer Musiker & Entertainer Frank „Hardy“ Wedler.
Der ist natürlich gebürtiger „Ossi“, hat die „wilden Zeiten“, von denen die ersteSingle „Im Osten geboren“so originell berichtet, als Kind und Jugendlicher in der DDR mitgemacht–weiß also, wovon er redet.
Ostrockbandswie City, Karat, Rockhaus und Keimzeit, aber(na klar) auch Deutschrocker „West“ wie Lindenberg und Westernhagen, waren es, die damals in ihm schon früh dasVerlangen weckten, selber Musik zu machen –mit Deutschrock ist er aufgewachsen, Deutschrock liegt ihm im Blut, ist seine Passion.
Den Spitznamen „HARDY“ allerdings verdankt er seinem jahrelangen (allerdings auch ziemlich erfolgreichen) Ausflugals „DJ hartman“ in die Partycharts und auf die großen Eventbühnen eines mitteldeutschen Radiosenders. Schon bald zog es ihn dann aber auch wieder zuseinen Wurzeln zurück–der Name „LINDENHAGEN“ steht seit Jahren für spektakuläre und authentische Lindenberg-und Westernhagen Tribute-und Doubleshows seiner („West“-) Heroes Lindenberg-und Westernhagen.
Das Verlangen aber, wieder etwas Ureigenes zu machen, wurde immer größer–HARDY taufte seinen wiedergefundenen Groove “Bock ́n Roll”, hat seither u.a. den Dessau-Roßlauer Handballern vom DRHV 06 einekultige Hymne geschrieben, mit dererdann auch schon mal das erreichte, wovon viele Musiker träumen: einmal einen eigenen Songgemeinsam mit einem Sinfonieorchester aufführen.
Er durfte das mit Opernchor & Anhaltischer Philharmonie des Anhaltischen Theaters Dessauvor jeweils über 1000 begeisterten Zuschauern in der Dessauer Anhalt-Arena-ein Erlebnis,das ihn bis heute berührt. 2018 dann unterstützteer mit seiner Band „Lindenhagen“ die Dessauer „Biker zeigen Herz für Kinder“ mit einem Benefizkonzert, performte dort u.a. eine umjubelte Liveversion des „City“-Klassikers „Am Fenster“ -eine Initialzündung: Nur kurze Zeit später entstand mit „IM OSTEN GEBOREN“ein Denkmal für HARDY ́s Heroes Ost –spätestens jetzt erklärt sich auch der Projektname … !!!

Der in kurzer Zeit zu einer neuen Osthymne mutierte Ohrwurmsong begeistert seit seiner VÖ unglaublich viele Menschen nicht nur in Ostdeutschland, und auch bei Presse, Radio und TV stießen Song und Projekt inzwischen auf breites Interesse. Und so berichtetenauch im Zuge der Folge –VÖ ́s immer wieder auch diverse Medien wie der MDR oder die „SUPER Illu“Mit gutem Grund, denn schon mit dem Folgesong “Für dich da“ trafen „Hardy und Heroes“mehr als nur den Nerv der Zeit: die Geschichte um echte Helden und Helfer (authentischbis hin zu der Tatsache, daß der gitarrespielende

Rettungssanitäter im Video, der „HARDY und HEROES“ Gitarrist Marcel Urbanski, tatsächlich als Rettungssanitäter 12h-Schichten fährt …) erschien am 9.1.2020 und sollte nur wenig später durch Corona ihre, wenn auch unschöne, Bestätigung bekommen.

Auch Annett Barakowski, Frau des leider viel zu früh verstorbenen Michael Barakowski (Interpret / Verfasser des Ostrockklassikers „ZEIT, DIE NIE VERGEHT“) war und ist seit „Im Osten geboren“ begeistert von „HARDY und HEROES“–und Hardys Stimme –und so stand für sie schnell fest, wem sie das Vertrauen schenken würde, eine Jubiläumsversion des Megahits ihres Michas aus dem Jahr 1985 zu realisieren.

Es folgte also auf „Für dich da“ am18.7.2020 mit „ZEIT, DIE NIE VERGEHT“-DÉJÀ VU“ weit mehr als die Coverversion eines Ostrockklassikers, sondern einegelungene Hommage an einen großartigen Evergreen und seinen Interpreten–nahdran am musikalischen Stil des Originals, aber gleichzeitig auch beeindruckend und soundgewaltig ins Hier und Jetzt transportiert.

Da war es nur konsequent, daß am 9.10. endlich (weil von Vielen lang erwartet) der legitime „Nachfolger“ von „Im Osten geboren“ erschien: „Wilde Zeit“erzählt eine wunderschöne Geschichte aus vergangenen Tagen und läßt beim Zuhören ganz automatisch Erinnerungen an die eigene Jugend aufflammen –Gänsehautfeeling inclusive! Die Fortführung der Idee, diverse Musikklassiker zu einer Geschichte zu formen, mit der man sich, egal wo man zuhause ist, sofort identifizieren kann. Während dessen brachte das Jahr 2020 auch für „Hardy und Heroes“reihenweise Konzertabsagen mit sich –dabei hatte man sich natürlich unglaublich gefreut, endlich auch live Danke zu sagen für all den Zuspruch, den man seit August 2019 erhalten hatte! Aber statt in Kummer und Stillstandzu versinken, versuchen die Jungsweiterhin optimistisch in die Zukunft zu schauen: mit ihrem am 11.12.2020 veröffentlichten Featering („HARDY UND HEROES feat. WARTHY“) „1000 Hände“ möchten sie ein Stück weit Hoffnung und Zuversichtverbreiten.

Denn manchmal sind es nur kurze Augenblicke, die zu „Momenten für die Ewigkeit“ werden. Manchmal sind es eben diese Momente aus der Vergangenheit, die uns in dieser Gegenwart Hoffnung auf die Zukunft geben. Und manchmal gibt es auch Mut und Kraft,zu wissen, daß uns in diesem außergewöhnlichen Hier und Jetzt „1000 Hände“zur Seite stehen.

Im Osten geboren

HARDY und HEROES

Es ist alles nur geklaut, aber das macht nichts, es ist gut geklaut, zusammengestückelt und irgendwie auch ein Stück unseres Lebens. Jeder kann seine eigene Meinung dazu haben. Ich finde das Ding ist einfach super.

Ich hoffe das es Euch auch ein wenig Spass macht zuzuhören.

Habe leider bisher keine Infos oder Credits dazu gefunden um das ganze auch zu hinterlegen. Vielleicht hat jemand von euch Infos, dann freue ich mich von euch zu hören.

Bis dann und eine schöne Zeit im Advent

Wolfgang (Wilbury) Scharfe

12

AnnenMayKantereit

Quasi über Nacht haben AnnenMayKantereit ein neues Studioalbum für November 2020 angekündigt.

»12« heißt Longplayer Nummer drei, der Nachfolger von »Alles nix Konkretes« und »Schlagschatten«, die auf Platz eins und zwei der deutschen Charts landeten.

Ein Album aus dem Lockdown mit Songs, die diese unfassbare Zeit rekapitulieren.Es ist fertig.
Unser drittes Album.
Es heißt »Zwölf«.
Es ist ein Album aus dem Lockdown. Ein Album, das unter Schock entstanden ist. Für uns hat es immer drei Teile gehabt – den düsteren Beginn, das Aufatmen danach und die süß-bittere Wahrheit zum Schluss.
Wir wünschen uns, dass dieses Album am Stück gehört wird.

Die Reihenfolge der Lieder hat für uns Bedeutung, und wer so großzügig ist sich das Album auch in dieser Reihenfolge anzuhören hat einen gepolsterten Sitzplatz in der Mehrzweckhalle unserer Herzen.
Hoffentlich bis bald. Hoffentlich.
Severin, Christopher, Henning.
AnnenMayKantereit.

 

Jackets XL

Yellowjackets + WDR Big Band

Jazz, Rock, Pop und Latin – Seit rund 40 Jahren zeigen Yellowjackets nun bereits, wie man diese Stile gekonnt miteinander verschmelzen lässt.

2020 schicken die US-amerikanischen Fusion-Spezialisten um Russell Ferrante einen weiteren Longplayer ins Rennen: Für »Jackets XL« haben sie ein paar ihrer Klassiker neu eingespielt, und zwar mit hochkarätiger Unterstützung.

Als langjährig eingespieltes Jazz-Ensemble hat Yellowjackets in seiner fast vier Jahrzehnte währenden Geschichte ein ganz eigenes Universum elektroakustischer Klangwelten erschaffen. Seit dem gleichnamigen Debütalbum der Band aus dem Jahr 1981 hat Yellowjackets mit innovativen und herausfordernden künstlerischen Statements immer wieder neue Wege beschritten. Für Jackets XL, ihr 25. Album und das vierte für die Mack Avenue Music Group, hat sich die Band in einer aufregenden und intensiven Zusammenarbeit mit der herausragenden WDR Big Band aus Köln weiter profiliert und neu erfunden.

Das Projekt kombiniert das vielgestaltige, mehrfach mit dem GRAMMY®- Preis ausgezeichnete Quartett mit der renommierten Big Band und kreiert bekannte Band-Originale mit dynamischen neuen Arrangements, die sich durch Wendungen, Texturen und Farben, bewegende Harmonien und mutige Soli auszeichnen.

On Vacation

Till Brönner & Bob James

Gemeinsam mit Jazz-Legende und Grammy-Preisträger Bob James hat Trompeter Till Brönner – Deutschlands erfolgreichster Jazzmusiker – sein langersehntes nächstes Studio-Album „On Vacation„aufgenommen.

Der eine aus dem Mutterland des Jazz – der andere aus dem Schoß europäischer Tradition, verabredeten sich beide im Herbst 2019 im legendären Studio »La Fabrique« in Südfrankreich. »Wir hatten beide zunächst sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wohin sich unsere gemeinsame Session entwickeln sollte. Alle Theorie sollte jedoch einem zentralen Gefühl weichen, das wussten wir beide sofort«, resümiert der mehrfache ECHO-Gewinner und Grammy-nominierte Ausnahmemusiker Brönner über den Entstehungsprozess. Ausgerechnet ein altbekannter Standard – »Basin Street Blues« – brachte schließlich den Durchbruch. Ein Song aus New Orleans, der musikalischen Wiege bitter erkämpfter Freiheit, gab den Blick auf das gemeinsame Spielfeld frei. Das Ergebnis ist so tiefgängig wie doppeldeutig: »›On Vacation‹ ist für mich der Soundtrack zum Innehalten.«

Virtuos, voll kreativer Liebe zu raffinierten Details und zugleich von größtmöglicher Lässigkeit, erschaffen Brönner und James eine phantasiereiche und klangmalerische Musik zum Nachdenken, Innehalten, Schmunzeln und sogar Weinen. Zusammen mit fantastischen Mitmusikern, zu denen unter anderem die Schlagzeuglegenden Harvey Mason und Wolfgang Haffner zählen, verbinden sie berühmte Hits mit geheimnisvoll schillernden Texturen zu farbenreichen neuen Interpretationen und ergänzen eigene Kompositionen, die allesamt das Zeug für die Ewigkeit haben. »Diese Aufnahmen fühlen sich definitiv anders an als alles, was ich bisher gemacht habe«, erklärt Brönner.

McCartney III

Paul McCartney

Im Alleingang

25 Soloalben veröffentlichte Paul McCartney bisher im Laufe seiner beeindruckenden Karriere. Die erste Platte in Eigenregie erschien vor 50 Jahren mit »McCartney«. Der nächste selbstbetitelte Longplayer kam zehn Jahre später mit »McCartney II«. Beide markieren wichtige Punkte in seinem musikalischen Werdegang.

Weitere 30 Jahre später kommt nun endlich »McCartney III«. Und wie bei den Vorgängern schrieb der Ex-Beatle jedes Stück selbst, spielte alle Instrumente und nahm das Album im Alleingang auf.

Das neue Soloalbum von Rockikone und Ex-Beatle Paul McCartney: »Paul McCartney III«

Vor genau 50 Jahren veröffentlichte Paul McCartney sein erstes Soloalbum »McCartney«. Auf dem Album spielte er alle Instrumente, schrieb die Songs und nahm sie selbst auf. Dieses erfolgreiche Solo-Debüt des Ex-Beatles markierte seine kreative Wiedergeburt und wurde mit seinem warmen, hausgemachten und zeitlosen Klang zum Vorbild vieler Generationen von Musikern. 1980, zehn Jahre nach »McCartney«, veröffentlichte Paul sein zweites Soloalbum »McCartney II«. Obwohl das Album elektronischer war als sein Vorgänger, spielte auch hier McCartney alle Instrumente, schrieb die Songs und nahm sie in Eigenregie auf. Seit diesem Album sind nun 40 Jahre vergangen, doch Pauls Popularität stieg durch weitere Soloalben.
Nachdem er vor zwei Jahren »Egypt Station« veröffentlichte, war ursprünglich für dieses Jahr kein neues Album geplant.

Doch während des Lockdowns wurde Paul kreativ und begann an neuer Musik zu schreiben. Diese Sammlung spontaner Songs eröffnen »McCartney III«. Auch dieses Mal war Paul alleiniger Songwriter, Musiker, Produzent für die Aufnahmen zuständig. Das stripped-back Album wurde auf der Familien-Farm in Sussex Anfang dieses Jahres aufgenommen und steht ganz in der Tradition von »McCartney« und »McCartney II«. Mit beiden Vorgänger-Alben läutete Paul ein neues Jahrzehnt ein und erfand sich selbst und seine Musik neu. »McCartney III« zeigt Paul erneut ganz auf sich gestellt und verwandelt unerwartete Umstände in einen persönlichen Schnappschuss eines zeitlosen Musikers während eines einzigartigen Zeitpunktes in der Geschichte.
Für Cover-Artwork und Typografie ist bei Teil III der gefeierte US-Künstler Ed Ruscha verantwortlich.

Axel Rudi Pell

Sign Of The Times

Gitarrenvirtuose, Hard-Rock- und Heavy-Metal-Legende, Workaholic – Axel Rudi Pell ist vieles. Vor allem ist er aber am Boden geblieben und macht 2020 auch nach mehr als 30 Jahren im Musikgeschäft einfach weiter sein Ding: facettenreichen Metal, der von riffgeladenen Brettern über melodieverliebten Rock bis hin zu gefühlvollen Powerballaden reicht.

Die Zahlen sprechen für sich: Über 1.7 Millionen verkaufte Alben weltweit, allein 2.6 Millionen Streams für den Top 10-Vorgänger »Knights Call« (2018). Jetzt veröffentlicht Axel Rudi Pell mit »Sign Of The Times« sein 18. (!) Studioalbum in 31 Jahren. Aber nicht die Quantität, sondern die Qualität ist entscheidend. Seine Beständigkeit erfährt eine immer höhere Wertschätzung in der weltweiten Hard & Heavy Community. Denn nicht immer, aber immer öfter fällt der Begriff »Kult«, wenn von Axel Rudi Pell die Rede ist. Er selbst kann mit dem Begriff nicht viel anfangen, »aber wenn man so lange so erfolgreich dabei ist, dann hat man sich so etwas vielleicht auch verdient.« Das klingt nicht nur bodenständig, sondern ist auch so gemeint.

»Als wir letztes Jahr in Moskau spielten, nannten mich viele Fans eine ›Legende‹. Meine Antwort war: Ich bin doch nur ein Gitarrist.« Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Denn der 59-Jährige weiß, was er kann und überrascht sich trotzdem noch selbst, wie im Fall von »Sign Of The Times«. »Ich weiß nicht, woran es liegt, aber dieses Mal war ich mit dem Komponieren einen Monat früher fertig als geplant.« Und es gab noch eine andere Änderung: Pell hat zum ersten Mal seit neun Alben aus Zeitgründen nicht mit seinem gewohnten Co-Produzenten Charlie Bauerfeind, sondern mit dem Engineer der Live-Alben »Magic Moments« (2015) und »XXX Anniversary« (2019) zusammengearbeitet: »Ich wusste, dass Tommy Geiger das kann, und es hat alles hervorragend geklappt.«

Wesentlichen Anteil daran, dass »Sign Of The Times« so gut geworden ist, hatten sicherlich auch die beiden Amerikaner in der Band: Sänger Johnny Gioeli und Drummer Bobby Rondinelli. »Zum einen hat sich Johnny diesmal selbst übertroffen, er hat mehr als 100 Prozent gegeben. Das liegt an seiner gestiegenen Live-Präsenz der letzten Jahre, er singt mittlerweile sehr viel. Zum anderen hatten wir mit Bobby in der Band noch nie einen so guten Drum-Sound, auch dank seiner neuen Snare namens ›Black Beauty‹. Und natürlich sind die Songs besser geworden, haha.«

Dem mag man nicht widersprechen: Mit dem Double Bass-Klopfer »Gunfire« liefert Pell den wohl besten Opener der letzten fünfzehn Jahre ab; »Bad Reputation« ist ein straightes Melodic Rock-Juwel; das beim Soundcheck entstandene Titelstück kommt gewohnt episch daher; der Up Tempo-Rocker »The End Of The Line« besticht mit seinem langen und trotzdem eingängigen Chorus genauso wie die Ballade »As Blind As A Fool Can Be«. Interessant wird es in der zweiten Hälfte des Albums, denn hier bricht Pell einige Male aus seiner eigenen Tradition aus: »Wings Of The Storm« ist eine moderne Hommage an die Coverdale/Hughes-Ära von Deep Purple, als hätte sie Jimi Hendrix eingespielt. Das intensive »Waiting For Your Call« markiert die beste Gesangsleistung von Gioeli, während »Living In A Dream« mit seinem Reggae-(!)Intro nicht nur die anderen Bandkollegen Volker Krawzcak (b) und Ferdy Doernberg (k) überrascht hat. »Into The Fire« schließlich beendet episch, aber nicht zu ausufernd das Album.

Überlange Songs gibt es diesmal nicht, die Soli sind songdienlicher und melodischer geworden, ein Qualitätsabfall ist nicht zu bemerken. So fällt das Fazit des Gitarristen auch positiv aus: »Es gibt nichts zu mäkeln, selbst die Plattenfirma ist hellauf begeistert.« Vielleicht auch, weil Pell seine Vorliebe für Mystisches diesmal zugunsten von greifbaren Themen fallen gelassen hat, getreu dem Titel »Sign Of The Times«. »Bis auf einige Standard-Pell-Texte über Beziehungen drehen sich die meisten Lyrics um das aktuelle Weltgeschehen, deshalb auch das Cover mit der Uhr, die auf zwei Minuten nach Mitternacht steht. Wir befinden uns in einer ziemlich gefährlichen Zeit. Ich meine nicht nur das Thema Klimawandel, sondern auch Religionskriege und die öffentliche Sicherheit.«

Die Texte dazu sind ihm vielleicht auch wegen der Neuausrichtung leichter von der Hand gegangen als sonst; ein weiteres Zeichen dafür, dass »Sign Of The Times« qualitativ eine runde Sache geworden ist. Man sieht, Axel Rudi Pell kann sich selbst und seine Fans doch noch überraschen. Ein besseres Geschenk zum anstehenden 60. Geburtstag gibt es sicherlich nicht.

Rezensionen

»Auf seinem 18. Studio-Album steht ihm weiterhin seine eingespielte Truppe unverändert und treu zur Seite. (…) Natürlich brilliert Pell aber wieder mit langen Gitarrensolos, lässt die Saiten mit viel Sustain glühen. Hier bekommt der Fan das, was er erwartet.« (Good Times, April / Mai 2020)