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Ariana Grande: petal

Ein radikaler Befreiungsschlag mit Ecken und Kanten

Mit Petal bricht Ariana Grande endgültig aus dem starren Korsett aus, das die Öffentlichkeit und ihre eigene Vergangenheit ihr auferlegt haben. Wo frühere Werke oft extrem glattpoliert und höflich wirkten, schlägt sie hier einen überraschend ungezähmten, fast schon rebellischen Ton an. Sie beschreibt das Gefühl selbst treffend als „Feral“ (wild/ungebührend) – und genau das hört man. Es fühlt sich an, als hätte sie die ständige Schüchternheit abgelegt und würde den Erwartungen anderer ein klares „Scheiß drauf“ entgegenschmettern.

Thematische Tiefe: Leben, das durch Beton bricht

Der Titel petal klingt im ersten Moment zart, doch die symbolische Bedeutung dahinter ist kraftvoll: Es geht um etwas Lebendiges, das sich mühsam einen Weg durch eine kalte, harte und unnachgiebige Umgebung kämpft.

  • Die Trennung von Altlasten: Der Song und das gesamte Album drehen sich darum, giftige Bindungen zu kappen – seien es negative Einflüsse von außen, der immense Druck der Medien oder die eigenen inneren Dämonen.
  • Die Last des Ruhms: Besonders hängen bleiben Zeilen, die zeigen, wie erschöpft sie davon ist, dass Fremde jede ihrer privaten Entscheidungen sezieren. Sie rechnet damit ab, dass Menschen oft nur in ihr öffentliches Image verliebt waren, statt in sie als echte Person.

Sound und Gesang: Reif und experimentell

Musikalisch zeigt Grande eine beeindruckende Weiterentwicklung. Ihre Stimme hat durch ihre Musical-Erfahrung (wie in Wicked) spürbar an Kontrolle und Dynamik gewonnen. Anstatt sich auf klassischen, sicheren Pop zu verlassen, nutzt der Song petal spannende Kontraste: Sanfte Synthesizer-Klänge treffen auf eine direkte, fast ungeschönte Produktion. Das wirkt intim, verletzlich und gleichzeitig extrem stark.

Fazitpetal ist kein klassisches „Gute-Laune-Pop-Album“, sondern ein musikalisches Tagebuch einer Heilung. Ariana Grande beweist hier Mut zur Hässlichkeit im emotionalen Sinne, indem sie Schmerz und Wut zulässt. Es ist ein kurzes, aber unheimlich dichtes Werk, das zeigt: Um zu blühen, muss man manchmal alten Ballast radikal zerstören. Für mich eines ihrer authentischsten und stärksten Projekte überhaupt.

Paul McCartney – The Boys Of Dungeon Lane

The Boys Of Dungeon Lane ist ein zutiefst persönliches, nostalgisches und emotionales Spätwerk, mit dem der inzwischen 83-jährige Paul McCartney eine berührende Brücke in seine eigene Vergangenheit schlägt. Das am 29. Mai 2026 erschienene Album wird von Kritikern als eines seiner stärksten und reflektiertesten Solo-Projekte seit Jahrzehnten gefeiert.

Hier ist meine Rezension, die die wichtigsten Stärken und Schwächen des Albums versucht zusammen zu fassen:

Das Konzept: Eine musikalische Zeitreise

McCartney nutzt die 14 Songs, um ungeschminkt und intim auf seine Jugend im Nachkriegs-Liverpool zurückzublicken – lange bevor die weltweite „Beatlemania“ ausbrach. Der Albumtitel bezieht sich auf eine Straße in der Nähe seines damaligen Zuhauses.

  • Thematische Tiefe:
  • Er besingt alte Jugendabenteuer mit John Lennon und George Harrison, das harte Leben seiner Eltern im Krieg („Salesman Saint“) und widmet seiner früh verstorbenen Mutter mit „Momma Gets By“ eine ergreifende Klavierballade.
  • Die Sensation:
  • Der Song „Home to Us“ markiert das Duett zwischen Paul McCartney und Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr. Musikalisch erinnert die Hymne fast an einen britischen Fangesang im Fußballstadion.

Musikalische Umsetzung & Produktion

McCartney hat – wie schon bei seinen McCartney-Vorgängeralben – fast alle Instrumente selbst eingespielt. Unterstützung holte er sich vom 35-jährigen Star-Produzenten Andrew Watt.

  • Der Sound:
  • Stilistisch ist das Album extrem vielseitig. Es reicht von akustischem Folk über psychedelischen Pop bis hin zu klassischem Rocksound im Stil seiner Band Wings
  • Die Stimme:
  • McCartneys Organ ist sichtlich gealtert. Die Töne sind brüchiger, der Stimmumfang ist kleiner geworden. Anstatt dies digital zu glätten, rückt die Produktion diese Verletzlichkeit bewusst in den Vordergrund, was den emotionalen Charakter der Songs massiv verstärkt.

Kritikpunkte

Trotz des Lobes gibt es auch kleine Schwächen. Die Zusammenarbeit mit dem modernen Produzenten Andrew Watt funktioniert nicht in jedem Moment. Manche Songs (wie der Opener „As You Lie There“) wirken im Rhythmus und Mix etwas überproduziert oder künstlich glattgebügelt, wodurch der intime Charakter stellenweise verloren geht. Auch zündet im Vergleich zu seinen Meisterwerken aus den 60er- und 70er-Jahren nicht mehr jede Melodie sofort.

Fazit: Ein würdiges Denkmal

„The Boys of Dungeon Lane“ ist kein perfektes Pop-Album, aber ein meisterhaftes, ehrliches Dokument des Älterwerdens. Wer die Beatles liebt, wird hier unweigerlich Gänsehaut bekommen. Sollte dies das finale Studioalbum in McCartneys beispielloser Karriere sein, ist es ein absolut großartiger und intimer Abschiedsgruß.

Emmylou Harris – Hard Bargain

W(W)S Kalenderblatt vom 26. April

Emmylou Harris zeigt auf ihrem am 26.04. 2011 erschienenen Album „Hard Bargain“ eindrucksvoll, dass sie auch nach Jahrzehnten im Geschäft nichts von ihrer emotionalen Tiefe und künstlerischen Relevanz eingebüßt hat. Das Album besticht durch seine Reduziertheit. Neben Emmylou Harris selbst waren nur Produzent Jay Joyce und Musiker Giles Reaves an den Aufnahmen beteiligt.

Hier ist meine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte des Albums:

  • Persönliches Songwriting: Das Album ist eines ihrer persönlichsten Werke, da sie fast alle Stücke selbst geschrieben hat. Sie verarbeitet darin Abschiede und Erinnerungen an Weggefährten, wie in dem berührenden Tribut an Kate McGarrigle („Darlin‘ Kate“) oder in Rückblicken auf ihre Zeit mit Gram Parsons („The Road“).
  • Schlanke Produktion: Produzent Jay Joyce setzt auf ein fast minimalistisches Setting. Neben Harris‘ Akustikgitarre und Joyce an verschiedenen Instrumenten (oft Gitarren oder Keyboards) gibt es meist nur dezente Perkussion. Das verleiht dem Album eine intime, fast schon greifbare Atmosphäre.
  • Musikalische Bandbreite: Trotz der reduzierten Besetzung variiert die Stimmung von melancholischen Folk-Balladen bis hin zu rockigeren Tönen wie in „New Orleans“ oder dem poppig angehauchten „Six White Cadillacs“.
  • Die Stimme: Über allem schwebt ihre charakteristische, zerbrechlich-klare Stimme, die den Songs eine zeitlose Qualität verleiht.

Fazit: Hard Bargain ist kein glattpoliertes Country-Album, sondern ein ehrliches, handgemachtes Spätwerk einer Ikone. Es ist besonders für Fans empfehlenswert, die die leisere, nachdenkliche Seite von Emmylou Harris schätzen.

Ken Norris & Ulf Meyer – Conversations

Das Album Conversations von Ken Norris (Gesang) und Ulf Meyer (Gitarre) ist ein Paradebeispiel für die Kraft der musikalischen Reduktion. Wie der Titel verspricht, präsentieren die beiden Musiker hier ein intimes Zwiegespräch, das ohne Effekthascherei auskommt und stattdessen auf tiefem gegenseitigem Zuhören basiert.

Rezensions-Highlights:

  • Atmosphäre & Zusammenspiel: Die Chemie zwischen Norris’ warmer, nuancierter Stimme und Meyers filigranem Gitarrenspiel ist bemerkenswert. Es ist kein technisches Kräftemessen, sondern ein sensibler Austausch, der viel Raum zum Atmen lässt.
  • Repertoire: Das Duo spannt einen weiten Bogen von den Beatles und Bossa Nova über das American Songbook bis hin zu geschmackvollen Eigenkompositionen.
  • Musikalische Reife: Beide Künstler bringen jahrzehntelange Erfahrung ein – Norris als Professor für Vokaljazz und Meyer als versierter Komponist und Gitarrist. Diese Reife zeigt sich in der Präzision und dem Timing, mit dem sie Melodie, Harmonie und Rhythmus in der Duo-Besetzung ausfüllen.
  • Klang: Kritiker loben die außergewöhnliche Ausdruckskraft und bezeichnen das Werk als „Jazzalbum des Monats“ (NDR Kultur). Es ist Musik, die sowohl Intimität als auch eine lebendige Spielfreude ausstrahlt.

Fazit: Eine klare Empfehlung für Liebhaber des kammermusikalischen Jazz. Das Album wirkt „aus einem Guss“ und bietet anspruchsvolle Unterhaltung im besten Sinne.

Fazit: Eine klare Empfehlung für Liebhaber des kammermusikalischen Jazz. Das Album wirkt „aus einem Guss“ und bietet anspruchsvolle Unterhaltung im besten Sinne. Mehr Details finden sich auf jazz-fun.de.

The Rolling Stones – Sticky Fingers

W(W)S Kalenderblatt vom 23. April

Sticky Fingers“ (23.04.1971) gilt als eines der absoluten Meisterwerke der Rolling Stones und markiert einen Wendepunkt in ihrer Karriere. Es war das erste Album auf ihrem eigenen Label und das erste, auf dem Gitarrist Mick Taylor sein volles technisches Können einbrachte.

Musikalische Highlights

Die Platte besticht durch eine perfekte Mischung aus rauer Rock-Energie, Blues-Einflüssen und Country-Elementen. Kritiker von metal.de heben hervor, dass es das erste Werk ohne den verstorbenen Brian Jones war, was den Sound merklich veränderte. 

  • Rock-Klassiker: „Brown Sugar“ liefert eines der ikonischsten Riffs der Musikgeschichte, auch wenn die Texte heute kritischer gesehen werden.
  • Balladen-Tiefe: Mit „Wild Horses“ schufen die Stones eine ihrer emotionalsten Country-Balladen.
  • Musikalische Komplexität: Das über siebenminütige „Can’t You Hear Me Knocking“ zeigt durch Mick Taylors Solo eine fast jazzige Virtuosität. 

Unvergesslich ist das Cover-Design von Andy Warhol, das eine Nahaufnahme einer Jeans mit einem echten, funktionierenden Reißverschluss zeigt. Es zementierte das Image der Band als provokante Ikonen der Rockkultur. 

Fazit der Kritiker

Während Legenden wie Jon Landau das Album bei Erscheinen fast schon zerrissen, sehen heutige Experten, etwa vom ROCKS-Magazin, darin einen souveränen Beleg für die kreative Schlagkraft der Band. Rezensenten auf Rezensator.de betonen, dass das Album einen „Biss“ besitzt, der vielen anderen Veröffentlichungen fehlt. Für viele Fans bleibt es das ultimative Stones-Album der 70er Jahre.

Dave Mason / 1946-2026

In Memoriam

Dave Mason (* 10. Mai 1946; † 19. April 2026) war ein einflussreicher britischer Rockmusiker, der vor allem als Mitbegründer der Band Traffic und durch seine Zusammenarbeit mit Rock-Ikonen wie Jimi Hendrix und den Rolling Stones bekannt wurde. 

  • Durchbruch mit Traffic: 1967 gründete er zusammen mit Steve Winwood, Jim Capaldi und Chris Wood die Band Traffic. Er prägte den Sound der Gruppe mit Hits wie „Hole in My Shoe“.
  • Solokarriere: Ab 1970 konzentrierte er sich auf seine Sololaufbahn, beginnend mit dem gefeierten Album Alone Together.
  • Legendäre Kollaborationen: Mason war ein gefragter Gastmusiker. Er spielte die Akustikgitarre auf Jimi Hendrix‘ „All Along the Watchtower“ und wirkte an Alben der Rolling Stones (Beggars Banquet) sowie Fleetwood Mac mit.
  • Ehrungen: 2004 wurde er als Mitglied von Traffic in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
  • Tod: Dave Mason verstarb im April 2026 im Alter von 79 Jahren. 
  • Sein kommerziell erfolgreichster und meistgeschätzter Song als Solokünstler ist „We Just Disagree“ aus dem Jahr 1977. Die Ballade erreichte Platz 12 der US Billboard Charts und ist bis heute ein fester Bestandteil von Classic-Rock-Playlists. 

Julian Cope – Peggy Suicide

W(W)S Kalenderblatt vom 22. April

Ein exzentrisches Meisterwerk zwischen Öko-Punk und Pop-Psychedelia (22.04.1991)

Nach dem kommerziellen Scheitern und den künstlerischen Kompromissen seines 1988er Albums My Nation Underground hätte Julian Cope leicht in der Versenkung verschwinden können. Stattdessen nutzte er die Pause für eine radikale Neuausrichtung. Das Ergebnis war 1991 Peggy Suicide, ein Doppelalbum, das oft als sein reifes Meisterwerk betrachtet wird – auch wenn „Reife“ bei einem Künstler, der sich gerne in Papier-und-Kleister-Köpfe kleidet, relativ ist.

Das Konzept: „Grüner“ Zorn
Peggy Suicide ist ein zutiefst politisches und ökologisches Konzeptalbum. Cope nutzt die Metapher „Peggy“ für die Erde, die durch die Last der Menschheit in den Selbstmord getrieben wird. Es gilt als eines der ersten „grünen“ Konzeptalben und ist eine wütende Abrechnung mit der Thatcher-Ära und dem rücksichtslosen Raubbau an der Natur (besonders deutlich im aggressiven „Leperskin“).

Musikalische Bandbreite: Ein gewagter Mix
Das Album ist eine ambitionierte Mischung aus verschiedenen Stilen:

  • Psychedelic Rock & Funk: Songs wie „Safesurfer“ zeigen Cope auf dem Höhepunkt seiner kreativen Kraft – ein epischer, achtminütiger Track, der oft als einer seiner besten bezeichnet wird.
  • Pop-Momente: Trotz des ernsten Themas bietet das Album Momente ätherischer Schönheit, wie „Beautiful Love“.
  • Rotziger Rock: Einflüsse, die an MC5 erinnern, sind in „Hung Up & Hanging On The Line“ spürbar.
  • Krautrock-Einflüsse: Motorik-Beats (Necropolis) und elektronische Experimente machen das Album abwechslungsreich.

Stärken & Kritik (Fairness-Check)

  • Pro: Das Album befreite Cope von kommerziellen Zwängen und erlaubte ihm, seine eklektische Vision voll auszuleben. Es ist eine mutige, kreative Leistung, die trotz ihrer Länge (Doppel-LP) fasziniert.
  • Contra: Für manche Hörer mag der Umfang von 19 Songs (in der Originalversion) zu anstrengend sein. Die Themen sind teils kryptisch, und Copes Exzentrik ist nicht für jeden zugänglich.

Fazit
Peggy Suicide ist ein „kleines Monster“ von einem Album, das sich lohnt, wenn man sich darauf einlässt. Es ist eine fantastische, erfinderische Platte, die beweist, dass Cope ein „Madman“ im positivsten Sinne ist – ein interessanter Musiker in einer Welt voller angepasster Künstler. Es ist der Wendepunkt in Copes Karriere weg vom Pop-Star hin zum eigenwilligen Musiker-Philosophen.

Foo Fighters – Wasting Light

W(W)S Kalenderblatt vom 12. April

Wasting Light (12.04.2011) gilt für viele Fans und Kritiker als das absolute Meisterwerk der Foo Fighters. Hier ist meine Rezension, die sowohl die Stärken als auch die (wenigen) Schwächen beleuchtet.

Die nackte Wahrheit: Zurück zu den Wurzeln

Nachdem die Band in den Jahren zuvor immer „sauberer“ und radiotauglicher klang, war Wasting Light eine bewusste Kehrtwende. Das Album wurde komplett analog in Dave Grohls Garage aufgenommen – ohne Computer-Schnickschnack wie Auto-Tune oder Copy-Paste-Riffs. Und genau das hört man jeder Sekunde an.

Die Highlights

  • Der Sound: Er ist dreckig, wuchtig und direkt. Die Rückkehr von Gitarrist Pat Smear sorgt für eine dreifache Gitarrenwand, die in Songs wie „White Limo“ (dem wohl härtesten Track der Bandgeschichte) regelrecht explodiert.
  • Keine Lückenfüller: Während andere Foo-Fighters-Alben oft nach der Hälfte an Puste verlieren, bleibt das Niveau hier extrem hoch. Von der Hymne „Rope“ bis zum epischen Finale „Walk“ gibt es kaum einen Moment zum Durchatmen.
  • Nostalgie trifft Frische: Dass Butch Vig (der Produzent von Nirvanas Nevermind) an den Reglern saß und Krist Novoselić bei „I Should Have Known“ Bass spielt, gibt der Platte eine emotionale Tiefe, die unter die Haut geht.

Was man kritisch sehen kann

  • Die Formelhaftigkeit: Wenn man den Foo Fighters etwas vorwerfen will, dann dass sie das Rad nicht neu erfinden. Sie perfektionieren hier den „Leise-Laut-Refrain“, den sie schon seit den 90ern spielen. Wer radikale Experimente sucht, ist hier falsch.
  • Produktions-Hype: Der Fokus auf die „analoge Garagen-Aufnahme“ war ein geniales Marketing-Tool. Am Ende ist es trotzdem ein Millionen-Dollar-Produkt, das perfekt für die großen Stadien dieser Welt geschliffen wurde.

Fazit: 9/10

Wasting Light ist das Album einer Band, die nichts mehr beweisen muss und genau deshalb so befreit aufspielt. Es ist eine Liebeserklärung an den rohen Rock ’n’ Roll. Wenn du ein Album suchst, das die Essenz der Foo Fighters einfängt – die Energie, die Melodien und die pure Spielfreude – dann ist dies das Richtige.

Weitere Details und professionelle Meinungen findest du in den Rezensionen von Plattentests.de, VISIONS oder Laut.de.

Calexico – Garden Ruin

W(W)S Kalenderblatt vom 11 April

Calexico präsentiert auf Garden Ruin, am 11.04.2020 veröffentlicht einen Wandel hin zum melodischen Folk-Rock, der die gewohnten Wüsten-Noir-Sounds zugunsten von Songwriting reduziert. Trotz kontroverser Meinungen innerhalb der Fangemeinde, wird das Werk als handwerklich starkes, politisches und dennoch poppiges Album mit Highlights wie „Bisbee Blue“ und „All Systems Red“ geschätzt.

Arlo Parks – Ambiguous Desire

Mit „Ambiguous Desire“ wagt Arlo Parks einen gelungenen Spagat zwischen intimer Verletzlichkeit und tanzbarem elektronischem Dream-Pop, inspiriert von queeren Clubs in NYC. Das dritte Album überzeugt durch stärkere Bässe und treibende Beats (u.a. UK-Garage-Vibe), ohne ihre sanfte Stimme und tiefgründigen Texte aufzugeben. 

Hier ist meine Rezension zu Arlo Parks: Ambiguous Desire:

  • Stil & Klang: Parks verabschiedet sich teilweise vom reinen Indie-Soul-Pop ihrer früheren Werke. „Ambiguous Desire“ ist atmosphärisch, verträumt und tanzbar, oft beschrieben als ein „sanfter“, „warmer“ Club-Sound. Starke Bässe kontrastieren mit Parks‘ sanftem Gesang, was dem Album Tiefe verleiht.
  • Themen & Stimmung: Trotz des Club-Einflusses bleibt die Platte introspektiv. Es ist ein Wechselspiel zwischen Ekstase und Melancholie, das queere Identität, Gemeinschaft und Verlangen (Desire) feiert. Es wirkt wie der Soundtrack einer langen Nacht – sowohl zum Tanzen als auch zum Runterkommen.
  • Höhepunkte: Songs wie „Blue Disco“ (Dream-Pop/Club-Mix) oder „Heaven“ (melancholisch bis groovend) werden positiv hervorgehoben.
  • Fazit: „Ambiguous Desire“ ist ein mutiger Schritt in Richtung Dancefloor, der dennoch die für Parks typische emotionale Offenheit beibehält. Wer den Sound von Collapsed in Sunbeams sucht, könnte überrascht werden, bekommt aber eine reifere, energetischere Weiterentwicklung. 

Es ist ein „tanzbares“, aber paradoxerweise auch ihr „introvertiertestes Album

Neal Morse Band : L.I.F.T.

L.I.F.T. (2026) der The Neal Morse Band (NMB) wird von Kritikern als ein emotional tiefgründiges und handwerklich brillantes Konzeptwerk gelobt, das sich qualitativ mit dem gefeierten „The Similitude Of A Dream“ messen kann. Rezensenten heben besonders die gelungene Mischung aus gewohnter Prog-Grandiosität und einer neuen, intimeren Atmosphäre hervor. 

Musikalische Einordnung

Das Album wird als „erbauliches Prog-Erlebnis“ beschrieben, das trotz der Rückkehr von Mike Portnoy zu Dream Theater die ungebrochene Chemie der fünf Musiker demonstriert. 

  • Struktur: Mit einer Laufzeit von etwa 71 Minuten und 13 Tracks bietet es eine „musikalische Achterbahnfahrt“ von akustischen Passagen bis hin zu progressivem Metal.
  • Highlights: Das 11-minütige Finale „Love All Along“ wird als cineastisches Meisterwerk und perfekter Abschluss gewürdigt.
  • Kritikpunkte: Einzelne Stimmen auf Plattformen wie Reddit bemängeln die wiederkehrenden religiösen Themen, auch wenn diese laut anderen Testern zugänglicher und weniger „belehrend“ wirken als auf früheren Werken. 

Konzept und Thematik

Der Titel steht als nicht näher erklärtes Akronym für ein Konzeptalbum über die Reise eines Menschen, der nach Zugehörigkeit und Ganzheit sucht. 

  • Story-Arc: Die Erzählung reicht von der anfänglichen Verbundenheit über den Bruch und die Verzweiflung bis hin zur Rückkehr zu einer tiefen spirituellen Verbindung.
  • Texte: Neben spirituellen Motiven fließen Sonic Perspectives auch psychologische Elemente und Phrasen aus der Therapie ein, was dem Protagonisten eine menschliche Tiefe verleiht. 

Bewertungen in der Fachpresse

  • Metal Factory: 9.7 von 10 Punkten.
  • Markus‘ Heavy Music Blog: 8 von 10 Punkten.
  • Plattentests.de: 7 von 10 Punkten (Redaktionswertung).
  • PowerMetal.de: Lobt den positiven Grundton und die gewohnt hohe Qualität. 

Frohe Weihnacht / Happy Christmas / Guten Rutsch Und Ein Gesundes 2026

Bevor das Mit den Neujahrswünschen wieder losgeht…

So ein Blödsinn wie Glück, Erfolg und Zufriedenheit könnt ihr vergessen! Ich wünsche Euch schnelle Motorräder und geile Autos, guten Sex, 10 kg weniger und Falten vom Lachen, immer perfekte Bräune und gesunde Zähne, coole Jeans mit Taschen voller Geld. Den Rest lassen wir für die Langweiler. In diesem Sinne: Guten Rutsch!!!

Before the New Year’s wishes start all over again…

Forget all that nonsense about luck, success, and contentment! I wish you fast motorcycles and awesome cars, great sex, 10 kg less weight, and wrinkles from laughing, a perfect tan and healthy teeth, and cool jeans with pockets full of money. We’ll leave the rest for the bores. With that in mind: Happy New Year!!!