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Billy Gibbons (ZZ Top)

The Big Bad Blues

Billy Gibbons ist eine Legende. Der amerikanische Bluesmusiker wurde vor allem als Mitglied der Band ZZ Top bekannt. Vor drei Jahren veröffentlichte er schließlich sein erstes Soloalbum »Perfectamundo«.

2018 folgt nun der mit Spannung erwartete zweite Longplayer, der im Gegensatz zum Vorgänger aus einem völlig anderen Holz geschnitzt ist, aber trotzdem ein Geniestreich. Hier ist »The Big Bad Blues«

Drei Jahre nach seinem Solodebüt meldet sich Rocklegende Billy Gibbons 2018 mit seinem zweiten Album in Eigenregie zurück aus dem Studio: »The Big Bad Blues«.

War der Erstling noch deutlich von karibischen Klängen beeinflusst, konzentriert sich Nummer zwei nun auf Gibbons’ lebenslange Liebe zum Blues und Rock’n’Roll.

Elf Stücke hat der Sänger und Gitarrist von ZZ Top für »The Big Bad Blues« aufgenommen. Dazu gehören neben einigen neuen Gibbons-Originalen auch ein paar spannende Coverversionen, zum Beispiel von Klassikern wie Bo Diddleys »Crackin’ Up« oder Muddy Waters‘ »Standing Around Crying« und »Rollin’ and Tumblin’«. Letzterer erschien bereits als erste Singleauskopplung.

Und die zeigt: Auch wenn Billy F Gibbons ein absolut vielseitiger Künstler ist, den Blues hat er einfach im Blut. »The Big Bad Blues« heißt der Beweis in Albumlänge.

Paul Simon

In The Blue Light

Singer-Songwriter und Folklegende Paul Simon meldet sich 2018 mit einem neuen Album zurück. Für »In The Blue Light« holte sich der Musiker die Unterstützung einiger hochkarätiger Kollegen.

Gemeinsam mit ihnen nahm er sich ein paar seiner Lieblingssongs aus seinem eigenen Katalog noch einmal vor und verpasste ihnen völlig neue Interpretationen.

Das Resultat ist ein absolut spannendes und karriereumspannendes Album.

Paul Simon covert sich selbst mit »In The Blue Light« und spannenden Gästen

Paul Simon veröffentlicht 2018 unter dem Titel »In The Blue Light« sein 14. Studioalbum. Der legendäre Songwriter produzierte den Longplayer gemeinsam mit Roy Halee, mit dem er schon seit den 1960ern zusammenarbeitet.

Die Gastmusiker, die auf den Tracks zu hören sind, gehören zur Crème de la Crème der Szene. Mit ihrer Unterstützung packt der Künstler zehn seiner Lieblingssongs in ein neues Soundgewand und überrascht den Hörer mit spannenden Neuinterpretationen der Titel.

Paul Simon wählte für »In The Blue Light« Tracks aus, die ursprünglich auf folgenden Alben veröffentlicht wurden: »There Goes Rhymin‘ Simon« (1973), »Still Crazy After All These Years« (1975), »One-Trick Pony« (1980), »Hearts And Bones« (1983), »The Rhythm Of The Saints« (1990), »You’re The One« (2000) und »So Beautiful Or So What« (2011).

Zu den Gastmusikern, die sich auf »In The Blue Light« die Ehre geben, zählen u. a. die Jazz-Superstars Wynton Marsalis (Trompete), Bill Frisell (Gitarre), John Patitucci, Sullivan Fortner, Jack DeJohnette und Steve Gadd (beide Schlagzeug) sowie Bryce Dessner (The National). Die Songs »Can’t Run But« und »Rene and Georgette Magritte with Their Dog After the War« wurden mit den sechs Mitgliedern des New Yorker Kammermusikensembles yMusic eingespielt, das Paul Simon aktuell auch auf seiner »Farewell-Tour« begleitet.

In den Linernotes des Albums erklärt Paul Simon: »Es ist nicht alltäglich, dass man als Künstler die Gelegenheit bekommt, sein Frühwerk zu überarbeiten, neu zu überdenken und sogar komplette Parts der Original-Songs zu verändern.«

»Ich nutzte diese Gelegenheit, die es mir noch dazu ermöglichte, mit außergewöhnlichen Musikern zu spielen, die bisher an keiner meiner Aufnahmen mitgewirkt haben. Ich hoffe, dass ich den Songs neuen Schwung verleihen konnte, so wie man einem alten Wohnhaus einen neuen Anstrich verpasst.«

 

Passenger (Mike Rosenberg)

Runaway

Zehn Alben in elf Jahren? Die Diskografie von Passenger ist mehr als beeindruckend. Dass der Singer-Songwriter aus Brighton aber nicht nur kreativ sondern auch unglaublich talentiert ist, beweisen diverse Top Platzierungen und natürlich seine Musik.

»Runaway« heißt das neue Album des Briten, auf dem er sich sowohl inhaltlich als auch musikalisch in Richtung Amerika orientiert.

Bei Mike Rosenberg, besser unter seinem Künstlernamen Passenger bekannt, hat es schon immer zwei Seiten gegeben: einerseits sein unglaublich radiotauglicher Sound, der sich in seinem internationalen Top-Hit »Let Her Go« und seinem UK-Nummer-eins-Album Young As The Morning, Old As The Sea (2016) widerspiegelt, andererseits sein viel stärker introvertiertes Schaffen als Sänger und Songwriter, das man etwa auf Alben wie Whispers II (2015) und The Boy Who Cried Wolf (2017) erleben konnte.

Runaway, das neue Album, zeigt Passenger einmal mehr von seiner epischeren Seite: Die Melodien sind ein unvergessliches Erlebnis, die Refrains einfach gigantisch. Es sind Songs, die fürs Radio geradezu wie geschaffen scheinen. »Manche Menschen betrachten Pop als Schimpfwort«, sagt Rosenberg, »aber Pop bedeutet lediglich, dass die Melodie einprägsam ist. Nun, all meine Lieblingssongs, die jemals geschrieben wurden, sind einprägsam.«

Das neue Album, Rosenbergs zehntes innerhalb von elf Jahren, wurde gemeinsam mit seinem Co-Produzenten Chris Vallejo in Großbritannien und Australien aufgenommen, trägt aber starke amerikanische Charakterzüge. Einige der Songtexte beziehen sich auf ganz bestimmte Örtlichkeiten wie etwa Detroit und den Yellowstone Nationalpark. »Mein Dad ist Amerikaner«, erklärt Rosenberg, »und wir reisten regelmäßig jeden zweiten Sommer dorthin, als ich noch ein Kind war. Ich habe es dort immer geliebt und bin von dem Land, glaube ich, regelrecht ein wenig verführt worden. Wenn man aus England kam, war es aber auch ein unglaublicher Kulturschock.«

Auch rein musikalisch findet man auf Runaway viele Verweise zu Americana, zum Beispiel zum Frühwerk von Ryan Adams. Man hört Lap-Steel-Gitarren, ein wenig Mandoline, ein wenig Banjo, allesamt beigesteuert vom Gitarristen Benjamin Edgar. Zudem wird Rosenberg auf dem Album von dem Bassisten Rob Calder, dem Schlagzeuger Peter Marin und dem Keyboarder Jon Hansen unterstützt.

In Rosenbergs Vorstellung entfalten sich seine neuen Songs im besten Fall vor dem Hintergrund amerikanischer Landschaften. Aus diesem Grund begab er sich – statt irgendwelche herkömmlichen Videoclips zu drehen – gemeinsam mit dem Filmregisseur Jarrad Seng auf einen dreiwöchigen Road-Trip durch die USA, in dessen Verlauf diverse Videos entstanden.

Me + Marie

Double Purpose

»Double Purpose« erzählt von der unauflösbaren Verschränktheit der Dinge. Davon, dass es das Eine nicht ohne das Andere gibt: keine Besinnlichkeit ohne Chaos, keine Romantik ohne die Lust an Zerstörung. Keine leidenschaftliche Nacht ohne verbitterte Streits, keine ausschweifende Fantasie ohne die gemeine wirkliche Welt, die notorisch schwingt zwischen Langeweile und Ekstase wie die Atomuhr der Zweisamkeit.

Der Song »Double Purpose« bringt die Geschichte des Albums auf den Punkt. Er war der erste Song der nach dem Vorgänger-Album geschrieben wurde und der letzte der gerade noch auf die Platte kam, nachdem er vorher wieder und wieder eingespielt und verworfen wurde. In Koblenz vollzogen Me + Marie mit Kurt Ebelhäuser (Blackmail) die Metamorphose ihrer Songskizzen. Jeder Ton, jede Zeile, jeder Sound wurde zu dritt stoisch zerlegt und wieder in die Songs verstrickt. Einen Monat lang schraubten sie die Demos zu mächtigen Hymnen, in denen sich Courtney Barnett und PJ Harvey kichernd die Hand geben, in denen Grunge-Ikone Eddie Vedder den Italo-Western-Magier Ennio Morricone beim Trampen mitnimmt.

»Double Purpose« betont das »Und« anstatt das »Oder«. »Sad Song To Dance« ist passenderweise der erste Song des Albums. Er verbindet erst Lethargie und Ekstase und dann Grunge und Italo-Western. Dieser Plan klingt unmöglich, aber Me + Marie gelingt der Spagat ohne großes Klimbim: Schwere Gitarren und flockige Drums, düstere Themen und hymnische Melodien, poppige Hooks und cineastische Passagen.

Aretha Franklin

25. März 194216. August 2018

Sie war die unbestrittene „Queen of Soul“ und eine Ikone der Bürgerrechtsbewegung. Das renommierte Magazin „Rolling Stone“ kürte sie 2010 zur besten Sängerin aller Zeiten. Und Amerikas Präsident Barack Obama, den sie 2015 mit „You Make Me Feel Like A Natural Woman“ zu Tränen rührte, erklärte, er würde ihre Musik mit auf eine einsame Insel nehmen: Sie bringe das zum Klingen, was wirklich wichtig sei in jedem Menschen. Am Donnerstag ist die Gesangslegende Aretha Franklin im Alter von 76 Jahren gestorben.

Bereits 2010 war bei ihr Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden. Da lagen bereits mehr als 50 Jahre Karriere hinter ihr, die ihr an die 40 Top-Ten-Hits, 18 Grammys und mehr als 75 Millionen verkaufte Tonträger einbrachten. Zu Obamas Amtseinführung 2009 sang sie für ihn vor zwei Millionen Menschen am Kapitol.

Herz, Hirn und Hallelujah – ihre gewaltige Stimme und das Gefühl, das sie in ihre Songs legte, bewegte die Menschen weltweit. Ihr leidenschaftliches Klavierspiel wurde, wohl auch wegen der Kraft ihrer Stimme, oft verkannt.

Die in Memphis geborene und in Detroit aufgewachsene Aretha Franklin ist ein Beispiel für die enge Verbindung, die Gospel, Pop und Soul miteinander eingehen können. Ihr Vater Clarence LaVaughn Franklin war ein bekannter Baptistenprediger. Seine Predigten, bisweilen halb gesungen, halb gesprochen, verkauften sich auch auf Platte gut und wurden gern im Radio ausgestrahlt.

„Das meiste, was ich stimmlich gelernt habe, kommt von ihm. Er gab mir den Sinn fürs Timing – und Timing ist für alles wichtig“, sagte sie einmal. Auch das unterschwellig Politische an ihrer Musik der sechziger und siebziger Jahre hatte Aretha von ihrem Vater. Martin Luther King ging bei den Franklins ein und aus. Bekannte Musiker und Sänger wie Mahalia Jackson, Ray Charles, Sam Cooke und die Ward Sisters besuchten die Gottesdienste.

Zunächst sang Aretha mit ihren beiden Schwestern im Chor der väterlichen „New Bethel Baptist Church“. 1956 erschien ihre erste LP, ein Gospelalbum. Mit 18 Jahren begann sie, auch Popmusik aufzunehmen. Den Grundstein ihrer großen Bekanntheit legte Franklin 1967 mit „I Never Loved A Man The Way I Loved You“. Mit „Respect“ wurde sie Ende der sechziger Jahre zu einer Ikone der schwarzen Musik in Amerika. Ihre Interpretation des Songs wurde zu einer Hymne der afroamerikanischen Bevölkerung. Er gilt auch als eine der Hymnen der Frauenbewegung. 2005 erhielt die „First Lady of Soul“ vom damaligen Präsidenten George W. Bush die Freiheitsmedaille.

Es war eine Karriere mit Höhen und Tiefen, auch persönlichen Schicksalsschlägen: Als junges Mädchen musste sie den Tod der Mutter verkraften. Mit 15 hatte sie selbst bereits zweimal entbunden. Zwei weitere Kinder, zwei Ehen, Liebschaften und der Alkohol kamen dazu.

Immer wieder bewies Franklin, die gern im wallenden Pelzmantel auftrat, dass sie eine große Vielfalt an Musikstilen beherrscht. In den Achtzigern sang sie Duette mit angesagten Pop-Künstlern wie Annie Lennox, George Michael, Elton John, James Brown oder Whitney Houston. 1987 stieg sie als erste Frau in die Rock and Roll Hall of Fame auf. Bei der Verleihung der Grammys 1998 sprang sie kurz entschlossen für Opernstar Luciano Pavarotti ein und sang die Arie „Nessun Dorma“. (FAZ)

All the Best und vielen Dank mit allergrösstem Respect W(W)S

 

Israel Nash

Lifted

Nur wenigen Künstlern gelingt es so gut, modernen Rock und Retro-Woodstock-Aspekte unter einen Hut zu bringen wie Israel Nash.

Der amerikanische Sänger, Songschreiber und Gitarrist legt 2018 sein fünftes Album vor, ein vielseitiges, spirituelles Rock- und Psychedelic-Album.

Moderne Hippie-Signatur

Psychedelischer Folk, Roots-Rock und Blues – irgendwo dazwischen hat Israel Nash seine persönliche Soundsignatur gefunden, die ihm schon öfter Vergleiche mit dem Großmeister Neil Young eingebracht hat.

2018 präsentiert der US-amerikanische Singer-Songwriter und Gitarrist sein neues Album »Lifted«, den Nachfolger von »Silver Season« aus dem Jahr 2015 bzw. seiner »Neighbors EP« zusammen mit The Bright Light Social Hour von 2016. Zwölf Songs hat Nash für »Lifted« gemeinsam mit seiner Band aufgenommen. Die besteht aus Eric Swanson, Josh Fleischman und den Brüdern Joey und Aaron McClellan.

Einen ersten Vorgeschmack veröffentlichten sie bereits mit der Single »Rolling On«, die einen entspannt-positiven Vibe versprüht.

Der Longplayer ist als CD sowie auf klassisch schwarzem und blauem Vinyl erhältlich.

Moderner Rock und Hippie-Flair. Israel Nash und seine Band bringen 2018 wieder einmal beides gekonnt unter einen Hut: auf ihrem neuen Album »Lifted«.

Rezensionen

»Jetzt ist er mit Lifted mitten im Folk- und Country-Rock angekommen, türmt zahllose Aufnahmespuren aufeinander, nutzt die modernen Aufnahmemöglichkeiten ebenso wie Techniken aus den Anfangszeiten, als zum Beispiel das hallende Schlagzeug in einem leeren Wasserspeicher eingespielt wurde.« (Good Times, August / September 2018)

Al Di Meola

Opus

Im jungen Alter von 19 Jahren wurde Al Di Meola von Chick Corea entdeckt. Im Laufe seiner Karriere spielte er mit Künstlern wie Frank Zappa, Jimmy Page, Stevie Wonder, Santana, Steve Winwood, Paul Simon, Phil Collins und vielen mehr.

Heute gehört der italo-amerikanische Fusion- und Jazzgitarrist zu den größten der Welt. Mit »Opus« präsentiert er 2018 ein neues Solowerk – das Album eines glücklichen und zufriedenen Künstlers.

Al Di Meola ist ein Pionier im Vermischen von Weltmusik, Rock und Jazz. Sein Gespür für komplexe Rhythmusstrukturen, kombiniert mit melodischem Songwriting und faszinierenden Harmonien, war schon immer das Herzstück seiner Musik und über 40-jährigen Karriere.

Der Gitarren-Superstar hält bis heute die höchste Anzahl an Gitarrenauszeichnungen in verschiedenen Kategorien, die vom Guitar Player Magazin (USA) vergeben werden.

Rezensionen

»›Opus‹ lebt von der eleganten Symbiose aus Fusion-Jazz, mediterranen Farbtupfern und neuklassischen Miniaturen. Mal akustisch, mal mit elektrischen Gitarrenlinien seiner unverkennbaren Handschrift koloriert, strahlen die Stücke mit schönen Themen, Kontrapunkten, Stimmungswechseln und Spannungsbögen.« (Audio, März 2018)

»Gleichgültig, welches Instrument er in der Hand hält, entlockt er ihm brillante Soli, tragende Melodien und aberwitzige Läufe.« (stereoplay, April 2018)

 

Randy Bachman

By George – By Bachman: Songs Of George Harrison

Der legendäre Künstler Randy Bachman wurde in seiner über fünf Jahrzehnte dauernden Karriere mit 120 Platin-, Gold- und Silber-Schallplatten ausgezeichnet. Seine unverwechselbare Art des Gitarren getriebenen Hard Rock ist weltweit bekannt.

In »By George – By Bachman« ehrt er seinen Helden und Mentor George Harrison. Die Sammlung beinhaltet zahlreiche Songs Harrisons aus allen Epochen wie »If I Needed Someone« und »Here Comes The Sun«.

Es beginnt und endet mit »Between Two Mountains« – einem Bachman-Original, das extra geschrieben wurde, um die verschiedenen Elemente der Songs miteinander zu verbinden.

Rezensionen

»Trotzdem – oder gerade deshalb – können Songs wie ›If I Needed Someone‹, ›Taxman‹, ›Something‹, ›Here Comes The Sun‹ auch in der Bachman-Version überzeugen. Und der allerbeste Track ›While My Guitar Gently Weeps‹ gewinnt noch besonderes Profil durch die heiße Bluesgitarre des Gastmusikers Walter Trout.« (Good Times, Juni / Juli 2018)

DevilDriver

Outlaws ‚Til The End

DevilDriver waren schon immer Gegen-den-Strom-Schwimmer.

Frontmann Dez Fafara (Coal Chamber) und seine Gang liefern mit Outlaws ‚Til The End eine monströse Ansammlung von heftigen Metal-Neuauflagen ihrer liebsten Outlaw-Country-Songs ab. »Rock’n’roll ist aus Blues und Outlaw Country entstanden. Sie waren seine Vorläufer…und in meinem Kopf liefen sie schon immer in der Heavy-Version ab«, erklärt Dez. Gleich ab dem plättenden Cover / Opener von Hank III’s »Country Heroes« (er singt selber natürlich mit) mutiert Outlaws ‘Til The End zu einer der giftspritzendsten Scheiben, die DevilDriver je eingetrümmert haben.

Die atmosphärischen und unwiderstehlichen Songs wurden komplett in ihre Einzelteile zerlegt und dann mit klassischem DevilDriver-Sound und Dez‘ unverkennbaren Growls angefüttert neu aufgebaut. Das wirklich einzigartige Projekt hat obendrein eine beeindruckende Sammlung an Gastauftritten zu bieten: Wednesday 13, Brock Lindow (36 Crazyfists), Burton C. Bell (Fear Factory), Lee Ving (Fear), Randy Blythe und Mark Morton (Lamb Of God) und kein Geringerer als Johnny Cashs Sohn, John Cash Jnr.

Das perfekte Amalgam aus erdigem Badass-Country und Überflieger-Groove Metal – Eine überraschende, bleigeladene Wendung von den einzig wahren Heavy-Metal-Outlaws!

Dream Syndicate

How Did I Find Myself Here

Bereits vor fünf Jahren haben The Dream Syndicate ihre Live-Reunion gefeiert. Ein neues Album der Alternative-Rocker ließ aber lange auf sich warten. 2017 ist es endlich so weit: Hier ist »How Did I Find Myself Here«.

Es handelt sich dabei um das fünfte Album der Band, die aktuell aus Steve Wynn (Gitarre, Gesang), Dennis Duck (Schlagzeug), Mark Walton (Bass) und Jason Victor (Gitarre) besteht. Gleichzeitig ist es der Nachfolger von »Ghost Stories« aus dem Jahr 1988 und damit die erste Platte seit 29 Jahren.

Dass The Dream Syndicate ihr Handwerk in der Zwischenzeit nicht verlernt haben, bewiesen sie bereits im Juni mit der ersten Singleauskopplung, dem über 11-minütigen Titeltrack »How Did I Find Myself Here«. Insgesamt warten acht neue Tracks auf dem Album.

Wie sehr manche Bands fehlen, merkt man oft erst, wenn sie wieder da sind. Besonders wenn sie sich mit einem Album des „How Did I Find Myself Here?”-Kalibers zurückmelden. Hypnotisch, nicht nur mit Songs wie “80 West” am Rande fast manisch pulsierenden Schaffens. In seiner Gesamtheit eine rauschhafte Reunion. Nun waren Steve Wynn und seine Musik weit mehr als ein Ersatz für die Abwesenheit THE DREAM SYNDICATEs. Trotzdem ist man geneigt, den 08.09.2017 rot im Kalender anzustreichen. Meisterliche Rückmeldung, gekrönt vom kurzen Auftritt der seit langem sehnlich vermissten Kendra Smith..

Rezensionen

»Das erste Studioalbum nach 29 Jahren. (…) Es hat gedauert. Doch es lohnt sich.« (stereoplay, September 2017)

»Die acht Songs klingen kompakt und erinnern mit ihrer Atmosphäre an exzessive Soundwälle à la Velvet Underground oder Neil Young im Krachmodus.« (Audio, Oktober 2017)

Graham Bonnet

Meanwhile, Back In The Garage

Moderner Hard-Rock, klassischer Sound

Jeder fängt mal klein an. Das gilt auch für die meisten Musiker, die ihre Karriere im heimischen Garagen-Proberaum gestartet haben.

Einer von ihnen ist Grahem Bonnett, der dieser Zeit und den vielen jungen Künstlern und Bands sein neues Album widmet: »Meanwhile, Back In The Garage«.

13 Songs hat der Rocksänger dafür aufgenommen. Unterstützt wurde er dabei von Gitarrist Kurt James, Bassistin Beth-Ami Heavenstone, Keyboarder Jimmy Waldo und Schlagzeuger Mark Benquechea.

Als Bonustrack wartet eine Liveversion von »Starcarr Lane« aus 2018.

Einen Vorgeschmack auf das neue Album gab Bonnet bereits mit dem Titelsong »Meanwhile, Back In The Garage«.

Und der zeigt: Mit »Meanwhile, Back In The Garage« kommen sowohl Freunde des modernen Hard-Rocks als auch des klassischen Alcatrazz-Sounds auf ihre Kosten.

Wingenfelder

Sieben Himmel Hoch

Alte Bekannte

Zwei alte Bekannte sind zurück: Wingenfelder, genauer genommen die beiden Brüder Thorsten und Kai Wingenfelder sind »Mitten Im Leben«.

Bis vor zehn Jahren waren der Gitarrist und der Sänger noch bei Fury In The Slaughterhouse aktiv. Seit wiederum acht Jahren sind sie erfolgreich als Duo unterwegs.

»Sieben Himmel hoch« heißt ihr spannendes neues AlbumWingenfelder, das sind die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder, die dem einen oder anderen vielleicht noch als Sänger und Gitarrist der Band Fury in the Slaughterhouse bekannt sein dürften.

Seit mittlerweile sieben Jahren sind die beiden nun schon gemeinsam mit neuer Band unterwegs. 2018 präsentieren sie ihr neues, mittlerweile viertes Studioalbum »Sieben Himmel hoch«, den Nachfolger von »Retro« aus dem Jahr 2015.

Und darauf zeigen die Herren ihre unbändige Kreativität. Denn neben dem Standard-Album mit 14 neuen Songs und der Doppel-LP gibt es »Sieben Himmel hoch« auch als Deluxe-Doppel-CD mit sage und schreibe 21 Titeln.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Platte gab es bereits im März mit der Single »Verlieb dich nicht in mich«.

Wingenfelder bleiben sich 2018 treu: Mit »Sieben Himmel hoch« ist ihnen wieder einmal ein absolut authentisches Album und ein spannender Mix aus Rock und Pop gelungen.