Kalenderblatt

Duran Duran – Rio

W(W)S Kalenderblatt vom 10. Mai

„Rio“ von Duran Duran (10.05.1982) ist weit mehr als nur ein 80er-Jahre-Album – es ist ein absolut zeitloser Meilenstein der Popmusik, der den Sound dieser Ära maßgeblich geprägt hat.

Hier ist meine persönliche Rezension und Einschätzung des Albums:

  • Der Sound: Eine perfekte Mischung
    Das Album bietet eine geniale Symbiose aus funkelndem Synth-Pop, der New-Romantic-Bewegung und echtem Rock-Einschlag. Während Nick Rhodes mit schrägen, experimentellen Synthesizer-Sounds experimentierte (z.B. der Anfang von „Rio“), sorgte Andy Taylor für harte Gitarrenriffs. Das klingt auch heute noch modern und nicht angestaubt.
  • Keine Filler, nur Killer
    Es ist extrem selten, dass ein Album fast nur Hits enthält. „Rio“ schafft das fast:
    • Rio & Hungry Like The Wolf: Treibende, glamouröse Pop-Hymnen.
  • Save A Prayer: Melancholisch, fast schon cineastisch – für viele der beste Song der Band.
  • The Chauffeur: Ein düsterer, absolut entrückender Abschluss, der die düstere Seite der Band zeigt.
  • Die Stimmung
    Das Album versprüht eine Art „schillernden Hedonismus“. Man fühlt sich in die Welt von schicken Musikvideos, Designerkleidung und endlosen Partys versetzt – eine Flucht aus dem Alltag, passend zur Ästhetik des frühen MTV-Zeitalters.
  • Kritik / Fazit
    Kritiker bemängelten damals manchmal die Künstlichkeit, aber genau diese Hochglanz-Produktion ist die Stärke des Albums. Es ist das ultimative Album der Band, auf dem sie ihren Stil gefunden und perfektioniert haben.
    Bewertung: 10/10 – Ein absolutes Muss für jede Musiksammlung.

Kurz gesagt: „Rio“ ist stilvoll, energiegeladen, melancholisch und glamourös – der Sound der 80er in seiner besten Form.

Goldfrapp – Black Cherry

W(W)S Kalenderblatt vom 06. Mai

Black Cherry von Goldfrapp markierte 2003 einen radikalen Wendepunkt:

Weg vom verträumten, orchestralen Sound des Debüts Felt Mountain, hin zu einer dreckigen, sexy Mischung aus Glam-Rock, Techno und kühlem Elektro-Pop.   

                   

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Die wichtigsten Aspekte des Albums:

  • Der Sound-Wandel: Statt Jodel-Gesang und Streichern dominieren hier aggressive, verzerrte Synthesizer und treibende Beats. Das Album ist deutlich club-orientierter und weniger „cinematisch“ als der Vorgänger.
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  • Die Stimmung: Die Musik wirkt gleichzeitig kälter, aber auch deutlich provokanter und erotischer geladen. Kritiker beschreiben es oft als eine Mischung aus dem Synthesizer-Sound von Giorgio Moroder und der schmutzigen Energie von Punk/Industial.
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  • Anspieltipps:
    • „Train“ und „Strict Machine“: Die großen Dancefloor-Hymnen mit stampfenden Bässen.
    •  „Black Cherry“: Der Titelsong bildet die Brücke zum alten Stil – er ist ruhiger und melancholischer, aber dennoch rein elektronisch gehalten. 
    • „Twist“: Ein Beispiel für den neuen, „dreckigen“ Unterton des Albums. 
  •  Fazit: Goldfrapp haben sich mit diesem Album neu erfunden. Es ist ein „grober Klotz“ im Vergleich zum „Kristall“ des Debüts – mutig, tanzbar und ungeschönt. Fans der ersten Stunde waren teilweise schockiert, doch das Album sicherte dem Duo seinen Platz in der Pop-Avantgarde

Melissa Etheridge – Melissa Etheridge

W(W)S Kalenderblatt vom 02. Mai

Melissa Etheridges gleichnamiges Debütalbum „Melissa Etheridge“ veröffentlicht am 02.05. 1988 ist ein gelungenes Album des Roots-Rock, das durch raue, ehrliche Emotionen, bluesige Gitarren und ihre charakteristische Kratzstimme besticht. Es etablierte sie als kompromisslose Künstlerin, angetrieben durch Hits wie „Bring Me Some Water“ und „Like The Way I Do“, und gilt als eines der besten Debütalben der 1980er Jahre.

Rezension & Merkmale:

  • Sound & Stil: Das Album ist ein Gegenentwurf zum stark produzierten Pop der späten 80er, mit minimalistischen, teils live im Studio eingespielten Arrangements. Der Fokus liegt auf akustischen Gitarren, bluesigem Rock und direktem Ausdruck.
  • Themen: Die Texte sind hochgradig intim, emotional und handeln von komplizierten Beziehungen, unerwiderter Liebe und obsessiver Leidenschaft. Es wirkt, als würde man in ihrem persönlichen Tagebuch lesen.

  • Highlight-Songs:
    • „Bring Me Some Water“: Ein dramatischer, hitverdächtiger Song über Eifersucht.
  • „Like The Way I Do“: Ein energetischer Track, der ihre stimmliche Power zeigt.
  • „Precious Pain“: Ein folkiges, akustisches Stück.
  • „Similar Features“: Ein starker Opener mit hypnotischem Rhythmus.
  • Produktion: Der ehrliche Sound, oft nur mit Schlagzeug, Bass und Gitarre, unterstreicht die Authentizität.
  • Fazit:
    Melissa Etheridge ist ein essenzielles Album für Rock-Fans, das auf Amazon sehr positiv aufgenommen wurde. Es zeigt eine Künstlerin, die ihre Schwächen und Stärken offenbart. Die Deluxe Edition bietet zudem Live-Aufnahmen aus dem Roxy, die ihre Live-Qualitäten unterstreichen. Laut laut.de ist es der Beginn einer beeindruckenden Karriere mit Millionen verkaufter Alben.
  • Hintergrund:
    Obwohl die Plattenfirma erste Aufnahmen als „zu weichgespült“ ablehnte, wurde das Album nach einer Überarbeitung zu einem großen Erfolg. Sie etablierte sich als Vorbild für eine Generation junger Frauen, die ihre rohe Energie schätzten.