Neues Album von Herwig Mitteregger – Sol Mayor

Woher die Ideen für seine Songs kommen weiß Mitteregger nicht. »Sie kommen angeflogen. Meistens im frühen Morgengrauen. Wenn ich aufstehe habe ich den fertigen Song oft schon im Kopf. Ich muss ihn nur noch aufnehmen. Das ist dann der eigentliche Kampf. Es ist wie das Malen eines Bildes, die Farben müssen halt stimmen und bis alles passt, dauerts eben.«
Seine Themen sind vielfältig: Vom Nicht-Erreichen der Lebensziele, die man sich gesetzt hat (Schmetterling), von der Sehnsucht nach dem Sommerwind, vom Durchhalten (Hellster Stern), vom Blues, der einen voll erwischt (Sieben Gazellen), bis zur melancholischen Betrachtung einer langen Liebe, die noch immer glüht (Alles ist gut). Aber was der Crossover-Chansonier in vielen Songs kultiviert (Für Immer, Winnetou, Kann ja gar nicht sein, Kammamasehn, Ich erleb nix mehr), ist die ironische Sichtweise auf sich selbst und die Welt um ihn herum. »Wenn man den ganzen Tag mit sich selber kämpft, lernt man sich kennen. Ich bin ja froh, dass ich mich vom West-Berliner Endzeit-Zyniker, der ich zu Spliff-Tagen war, immerhin zum Skeptischen Optimisten weiter entwickelt habe. Das macht den Tag etwas einfacher.«
Sol Mayor steht für ältere, größere, höhere Sonne. Kann sein, dass Mitteregger damit auf sein Alter und die damit möglicherweise erlernte Weisheit anspielt, kann aber auch sein, dass er einfach nur eine Tonart damit meint: G-Dur. Das ist auf jeden Fall die meistverwendete Tonart der 15 Stücke auf der Scheibe und Mittereggers erklärte Lieblingstonart auf der Gitarre.
Rezensionen
»Auch sein neues Werk Sol Mayor ist da keine Ausnahme, gleich zu Beginn fühlt man sich schnell geborgen, wenn er seinen lakonischen Gesang mit schrammelnden Gitarren begleitet, entdeckt bei ›Für immer‹, wie weit er mit seiner Band einstmals aus dem Meer der Neuen Deutschen Welle herausragte, entdeckt bei ›Hellster Stern‹, wie nah sich die Stimmen von Mitteregger und Rio Reiser sind.«
(Good Times, Februar / März 2017)

Nur zwei Jahre nach ihrem grammynominierten Solodebüt »
Die Single 

Danke, Thanks and Goodbye …
Auf ihrem nunmehr dritten Album überzeugt
Es gibt Künstler, die den Zuhörer fesseln. Sie geben alles, was sie haben in ihre Songs, stürzen sich in die Emotion und halten sie fest. Sallie Ford ist so eine Künstlerin. Auf ihrem neuen Album »Soul Sick« verarbeitet die in Portland, Orgeon lebende Künstlerin all ihre diversen Einflüsse und das Ergebnis ist ein komplett eigener Sound.


