W(W)S Kalenderblatt vom 23. April
„Sticky Fingers“ (23.04.1971) gilt als eines der absoluten Meisterwerke der Rolling Stones und markiert einen Wendepunkt in ihrer Karriere. Es war das erste Album auf ihrem eigenen Label und das erste, auf dem Gitarrist Mick Taylor sein volles technisches Können einbrachte.

Musikalische Highlights
Die Platte besticht durch eine perfekte Mischung aus rauer Rock-Energie, Blues-Einflüssen und Country-Elementen. Kritiker von metal.de heben hervor, dass es das erste Werk ohne den verstorbenen Brian Jones war, was den Sound merklich veränderte.
- Rock-Klassiker: „Brown Sugar“ liefert eines der ikonischsten Riffs der Musikgeschichte, auch wenn die Texte heute kritischer gesehen werden.
- Balladen-Tiefe: Mit „Wild Horses“ schufen die Stones eine ihrer emotionalsten Country-Balladen.
- Musikalische Komplexität: Das über siebenminütige „Can’t You Hear Me Knocking“ zeigt durch Mick Taylors Solo eine fast jazzige Virtuosität.
Unvergesslich ist das Cover-Design von Andy Warhol, das eine Nahaufnahme einer Jeans mit einem echten, funktionierenden Reißverschluss zeigt. Es zementierte das Image der Band als provokante Ikonen der Rockkultur.
Fazit der Kritiker
Während Legenden wie Jon Landau das Album bei Erscheinen fast schon zerrissen, sehen heutige Experten, etwa vom ROCKS-Magazin, darin einen souveränen Beleg für die kreative Schlagkraft der Band. Rezensenten auf Rezensator.de betonen, dass das Album einen „Biss“ besitzt, der vielen anderen Veröffentlichungen fehlt. Für viele Fans bleibt es das ultimative Stones-Album der 70er Jahre.
