Chris Janssen

Traitement

Wer Chris Janssen kennt, weiß, was ihn erwartet – und doch überrascht dieser Gitarrist immer wieder mit seiner klaren musikalischen Vision. Sein neues Album Traitement ist ein Gitarrentrio-Projekt, das sich ganz auf Ausdruck, Atmosphäre und melodische Substanz konzentriert.

Die Musik erzählt von Leben, Emotionen und persönlichen Erfahrungen. Janssen bleibt dabei einer offenen, poetischen Klangsprache treu – mal balladesk und kontemplativ, mal in jazzig-bluesigen Rhythmen verankert. Statt in virtuosen Kaskaden zu glänzen, vertraut er auf die Kraft der Melodie und auf die Tiefe des Klangs.

Das Ergebnis ist ein intimes, farbenreiches Werk, das die emotionale Seite der Gitarre in den Mittelpunkt stellt. Traitement zeigt Janssen als reifen Musiker, der die Balance zwischen Struktur und Freiheit, zwischen Nachdenklichkeit und Groove meisterhaft beherrscht.

Ein Album voller feiner Nuancen und menschlicher Wärme – und ein weiterer Beweis dafür, dass Chris Janssen längst zu den spannendsten Stimmen der europäischen Gitarrenszene zählt.

Ein Gitarrist mit Vision – Chris Janssen und die Kunst des Weglassens

Auf seinem zweiten Soloalbum „Traitement“ präsentiert der Gitarrist und Komponist Chris Janssen neun Kompositionen, die von Geschichten aus seinem Leben inspiriert wurden. Das Ergebnis ist eine interessante Mischung aus Blues, Jazz, akustischen Kompositionen und introvertierter Fusionsmusik. Im Mittelpunkt steht dabei immer, die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise zu nehmen und eine Geschichte mit einer eigenständigen Atmosphäre zu erzählen. Unterstützt wurde er dabei von zwei seiner absoluten Lieblingsmusiker: dem Bassisten Axel Weiss und dem Drummer und Produzenten Mathias Diesel.

Chris Janssen (geboren am 16. Januar 1983) ist Gitarrist, Dozent und Komponist. Er ist Absolvent der Future Music School und des Münchener Gitarreninstituts und arbeitet seit über 20 Jahren als Live- und Studiomusiker. Er wurde unter anderem von Emily Remler, Eric Clapton, Dominic Miller und seinem Lehrer, dem Düsseldorfer Jazzgitarristen Philipp van Endert, beeinflusst.

(Jacek Brun, 07.11.2025)

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