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Little Venus

Little Venus

Florence Or Berne

7611698048910Traumhaft schöne, akustische Gitarrenmusik mit Cello und dem warmen, sanften, und dennoch äußerst intensiven Gesang von Irina Simoneta. Gefühlsbetont, ausdrucksstark und leidenschaftlich gewinnt sie mit ihrer Stimme, die schon ohne Begleitung aus den Socken haut, die Herzen, und natürlich die Ohren der Zuhörer für sich. Wahnsinn, was ein Cello und eine Gitarre z.B. bei „Florence Or Berne“ dazu noch ausmachen. Damit, und mit Querflöte, Dorbo und Sitar, bringen die drei Musiker rockige und orientalische, blusige und klassische, vertraute und fremdartige Klänge zusammen und verführen und bezaubern damit ihr Publikum. Anmutig und doch so voller Ausdruck funkelt und brilliert diese Klangwelt, dem Namen Venus und somit der Göttin der Liebe und der Schönheit alle Ehre machend. Sanfte, schwärmerische Balladen dominieren zwar, aber das Berner Trio kann auch anders. Wilde und rockige Stücke gelingen ihnen mindestens genauso gut. Natürlich und vollkommen „ausgestöpselt“, beziehen sie die Energie dem Anschein nach vom Abendstern und bringen so mehr Intensität zustande als so manche strombetriebene Gruppe. Marc Rossier, der schon mit Musikern wie Dänu Brüggemann, Yvonne Moore, Natacha und anderen Bekanntheiten arbeitete, schrieb die meisten Songs für Little Venus. Er spielt nebst der Gitarre auch Dorbo und Sitar, welche er gezielt, schlicht und stilvoll einsetzt. Auch Andreas Künrich und sein Cello sind nicht wegzudenken aus dem Sound der Venus und bringen sich mal bodenständig, mal stürmisch, aber immer sehr treffend mit ein. Und wenn Irina mal ihre Puste nicht fürs singen braucht, besticht sie mit bezauberndem, melodischem Flötenspiel. Ein unplugged Juwel, makellos und schön wie ein heller Stern am Nachthimmel.

Mando Diao

Mando Diao

Good Times

4050538274967Nachdem Mando Diao auf ihren letzten beiden Alben in ihrer Muttersprache Schwedisch sangen oder mit Synthesizerklängen experimentierten, besinnen sie sich 2017 wieder voll und ganz auf ihre musikalischen Wurzeln, roh und rockig ist, wie wir es aus ihren Anfangstagen kennen und lieben.

Nad Sylvan

Nad Sylvan

The Bride Said No

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Afghan Whigs

Afghan Whigs

In Spades

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Bei The Afghan Whigs spukt es gewaltig

Nachdem The Afghan Whigs vor gut drei Jahren mit »Do To The Beast« ihr Comebackalbum präsentierten, folgt 2017 endlich der mit Spannung erwartete Nachfolger.

»In Spades« heißt die Platte, die Frontmann Greg Dulli bereits als »spooky« bezeichnete. Wie unheimlich und mystisch das neue Album wirklich klingt, verriet die Band bereits im März mit der ersten Singleauskopplung »Demon In Profile«.

Neun weitere Songs warten auf »In Spades« wie »Arabian Heights« in denen The Afghan Whigs musikalisch so ziemlich alles verbinden, was sie bisher ausmachte: Rock und Alternative, Hardrock und Punk, Progressive und Soul. Hinzu kommt eine gesunde Portion Pop.

Aufgenommen haben die US-Amerikaner die Platte im letzten Jahr in Rick Nelsons Studio Marigny Sound in New Orleans, in Studios in Los Angeles, Memphis und Joshua Tree. Sie erscheint bei Sub Pop.

Unheimlich? Auf jeden Fall unheimlich gut und abwechslungsreich ist das neue Album von The Afghan Whigs: »In Spades«.

Roger Waters

Roger Waters

Is This The Life We Really Want?

0889854364915Wartezeit vorbei

25 lange Jahre haben die Fans von Roger Waters auf neues Material der Pink-Floyd-Legende gewartet. 2017 werden sie für ihre Geduld belohnt. »Is This The Life We Really Want?« heißt das vierte Soloalbum von Waters, der Nachfolger von »Amused To Death« aus dem Jahr 1992.

Roger Waters trifft den Nerv der Zeit

»Is This The Life We Really Want?« heißt das neue Album von Rocklegende Roger Waters, mit dem der Pink-Floyd-Gründer 2017 ein paar gute Denkanstöße liefert. Im Fokus seiner Betrachtungen steht unsere Welt. Eine Welt, die aus den Fugen geraten ist.

Einen ersten Vorgeschmack auf »Is This The Life We Really Want?« gab Waters bereits im April mit der Singleauskopplung »Smell The Roses«.

Insgesamt zwölf Songs, in denen sich der 73-jährige britische Sänger, Bassist, Gitarrist, Komponist und Texter gewohnt politisch und nachdenklich gibt, hat er dafür selbst geschrieben.

Aufgenommen wurde »Is This The Life We Really Want?« schließlich gemeinsam mit Produzent Nigel Godrich (Radiohead, Paul McCartney, Beck, Travis). Dieser zeichnete im Studio auch für Arrangements, Soundcollagen, Keyboards und Gitarren verantwortlich.

Weitere musikalische Unterstützung erhält Roger Waters auf dem neuen Album von Gus Seyffert (Bass, Gitarren, Keyboards), Jonathan Wilson (Gitarren, Keyboards), Joey Waronker (Drums), Roger Manning (Keyboards), Lee Pardini (Keyboards), Jess Wolfe und Holly Laessig von der US-amerikanischen Indierockband Lucius (Gesang).

Das Warten hat ein Ende: Nach 25 Jahren präsentiert Roger Warters 2017 sein neues Soloalbum. »Is This The Life We Really Want?« trifft sowohl musikalisch als auch inhaltlich den Nerv der Zeit.

Diana Krall

Diana Krall

Turn Up The Quiet

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Peter Fessler

Peter Fessler / 2005

Signatures

4037688901028Im Laufe der Jahre ist aus dem Pop – Künstler von einst ein Latin-Jazz Sänger von internationalem Standard gereift, der zuletzt durch eigenständige Interpretationen von Jazz-Standards überzeugte. Künstlerische Begegnungen mit hochkarätigen Kollegen wie Al Jarreau oder Randy Crawford sorgten dafür, dass FESSLER seine einzigartige Mischung aus Charisma, Stimmakrobatik und anspruchsvollen Songs verfeinerte.

Gute Pop-Songs mit einprägsamer Hookline, eleganter zeitgenössischer Jazz auf internationalem Niveau, intime Reflektionen zur akustischen Gitarre, Chorarrangements zwischen Gregorianik und Vokalesen: all‘ das vereint FESSLER auf „Signatures“ mit der Souveränität eines Überzeugungstäters.

Herausragende Jazz – Solisten wie Till Brönner, Ernie Watts oder Chuck Loeb werten die eingängigen Melodien zu ambitionierten Popsongs auf, mit denen FESSLER ein neues Level erreicht. Ein Trip, der den Hörer die Quersumme der mit FESSLER identifizierten Musikstile erleben lässt. „Feel Fine“ knüpft an Trio – Rio Zeiten an, Brasilien ist in jeder Note von „Oh Well Brazil“ präsent und mit „Tomorrow“ hören wir eine seiner ersten Eigenkompositionen überhaupt in völlig neuer Bearbeitung. Der seit einigen Jahren für den offenen Stilmix gebräuchliche Begriff des Crossover ist mit „Signatures“ eindrucksvoll umgesetzt.

Rezensionen

WOM Journal : „Kaum verwunderlich, dass hinter den elf Songs fast immer auch ein potentieller Hit schlummert.“

Jazzthetik : „Die popmusikalische Antwort auf enttäuschte Jarreau – Erwartungen.“

Akustik Gitarre : „Eine ambitionierte Pop – Produktion mit ausgeprägtem Brazil – Flair.“

Hamburger Abendblatt : „Enorme vokale Fähigkeiten.“

FHM : „Luftig und leicht. Alle Achtung.“

Stereoplay : „Über allem schwebt Fesslers durchaus eindrucksvolle Stimme.“

Scala : „Die Souveränität, mit der Fessler die Töne formt, erinnert ein wenig an die Beweglichkeit des jungen Al Jarreau.. Musik & Klang sehr gut. (Höchstwertung).“

Avishai Cohen

Avishai Cohen

Cross My Palm With Silver

0602557290578Die Musik wurde Avishai Cohen quasi in die Wiege gelegt. Bereits mit zehn Jahren spielte der israelische Trompeter zusammen mit einer Bigband, als Jugendlicher ging er unter anderem mit dem Young Israeli Philharmonic Orchestra auf Tour. Es folgten Mitgliedschaften in diversen Ensembles, bei denen Cohen immer wieder seine Qualitäten als Leader unter Beweis stellte.

Nur ein Jahr nach seinem erfolgreichen ECM-Debüt »Into The Silence« präsentiert Avishai Cohen 2017 bereits den Nachfolger. »Cross My Palm With Silver« erscheint ebenfalls beim Münchner Jazzlabel.

An der Seite des in Tel Aviv geborenen Trompeters musizieren diesmal Yonathan Avishai am Piano, Barak Mori am Bass und Nasheet Waits am Schlagzeug. Das Quartett entpuppt sich als echtes Dreamteam. Punktgenaues Zusammenspiel und Raum für Improvisationen – auf »Cross My Palm With Silver« wird sowohl die Kreativität der Musiker als auch ihre technische Finesse deutlich.

Für die Produktion des neuen Albums zeichnete erneut Manfred Eicher verantwortlich. Aufgenommen wurde das Album in den Studios La Bissonne in Südfrankreich.

Danzig

Danzig

Black Laden Crown

0884860178723Im letzten Jahr überraschte Glenn Danzig seine Fans noch mit der Livereunion der Misfits, 2017 hat der US-amerikanische Rockmusiker eine weitere Überraschung im Gepäck: »Black Laden Crown« heißt das neue Album seiner nach sich selbst benannten Formation.

Es ist der Nachfolger des Coveralbums »Skeletons« von 2015 und zudem das erste Album mit neuem Material seit dem 2010er »Deth Red Sabaoth«.

Unterstützung erhielt der Sänger, Gitarrist und Keyboarder im Studio von Tommy Victor (Ministry, Marilyn Manson, Rob Zombie) an Gitarre und Bass sowie den Schlagzeugern Johnny Kelly (Type O Negative, Black Label Society), Joey Castillo (Misfits, Black Flags, Queens Of The Stone Age, Eagles Of Death Metal), Karl Rockfist (Misfits, Steel Prophet, Son Of Sam) und Dirk Verbeuren (Megadeth, The Devin Townsend Project, Meshuggah).

Produziert und gemischt wurde »Black Laden Crown« von Glenn Danzig selbst zusammen mit Chris Rakestraw in den Paramount Studios und den East West Studios in Hollywood.

Mit »Devil on Hwy 9« haben Danzig bereits im April einen vielversprechenden ersten Vorgeschmack auf das neue Album gegeben.

Neben der CD im Digipak gibt es »Black Laden Crown« auch als LP. Schallplattenfreunde haben die Qual der Wahl, und zwar zwischen neongelbem, neonorangefarbenem und durchsichtig-rotem Vinyl. Alle Farben gibt es nur, solange der Vorrat reicht.

Das Warten hat ein Ende: Nach sieben Jahren präsentieren Danzig ihr brandneues Studioalbum »Black Laden Crown«.

Thurston Moore

Thurston Moore

Rock N Roll Consciousness

602557425628Kurz und gut

Vor rund sechs Jahren haben sich Sonic Youth aufgelöst. Seitdem widmet sich ihr ehemaliger Sänger Thurston Moore wieder verstärkt seiner Solokarriere, die allerdings schon seit mehr als 20 Jahren ein Teil seines musikalischen Werdegangs ist.

2017 fügt er seinem eigenen Katalog wieder ein neues, wenn auch kurzes Highlight hinzu. Hier ist »Rock N Roll Consciousness«.

Soloqualitäten statt Quantität

Düsterer, hypnotischer Sound, fuzzige Gitarren und leiser, fast schon gesprochener Gesang: Bereits die erste Single von Thurston Moores »Rock N Roll Consciousness«, der Song »Smoke Of Dreams«, hinterlässt den Eindruck, dass das neue Album noch dunkler und tiefgründiger als der Vorgänger »The Best Day« ist.

Außerdem ist es noch kürzer: Gerade einmal fünf Songs warten auf »Rock N Roll Consciousness«, aber Quantität sagt ja bekanntlich nichts über die Qualität aus.

Das die auf der neuen Platte gesichert ist, dafür sorgen neben dem ehemaligen Sonic Youth Sänger und -Gitarristen Moore auch Ex-Bandkollege Steve Shelley am Schlagzeug und die My Bloody Valentine Bassistin Debbie Googe.

Beim Songwriting unterstützte zudem der Londoner Poet Radieux Radio, und mit Paul Epworth (Bloc Party, Maximo Park) saß ein weiterer Vollprofi hinter den Reglern der Londoner »The Church«-Studios.

Mit seinem mittlerweile fünften Album in Eigenregie legt Thurston Moore 2017 einen weiteren Beweis für seine großartigen Soloqualitäten vor. (JPC)

Willie Nelson

Willie Nelson

God’s Problem Child

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Die Countryikone mit neuem Album

Auch im stolzen Alter von 83 Jahren lässt es Willie Nelson sich nicht nehmen, die Countrygemeinde mit neuer Musik zu versorgen. Mit »God’s Problem Child« präsentiert der legendäre Sänger, Gitarrist und Outlawpionier 2017 sein neues Studioalbum.

Es handelt sich dabei um das erste Album mit neuer Musik seit seinem 2014 erschienenen »Band Of Brothers«.

13 neue Songs hat Nelson für »God’s Problem Child« geschrieben und aufgenommen. Unterstützt wurde er dabei unter anderem von seinem langjährigen musikalischen Partner und Produzenten Buddy Cannon sowie seinen Genrekollegen Jamey Johnson und Tony Joe White. Beide sind auch im Titelsong »God’s Problem Child« zu hören, neben dem kürzlich verstorbenen Leon Russell.

Erste Eindrücke von seinem neuen Album gab Willie Nelson bereits Anfang des Jahres mit den Singleauskopplungen »A Woman’s Love, »It Get’s Easier« und »Old Timer«.

Alle drei Songs zeigen: Willie Nelson gehört noch längst nicht zum alten Eisen. Im Gegenteil: Mit »God’s Problem Child« erweitert die Countryikone ihren gigantischen Katalog um ein neues großartiges Album.

Rezensionen

»… der alte Haudegen ist noch unter uns und spielt seine stärksten Songs seit Jahren. Die 13 Tracks sind frisch, instrumental lebendig und mit starken Vokalbeiträgen geschmückt.« (Audio, Mai 2017)

Brad Paisley

Brad Paisley

Love And War

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Brad Paisley hat sich für „Love And War“ ein paar illustre Gäste eingeladen: Mick Jagger, John Fogerty, Bill Anderson und Timbaland.

Auf seinem neuen Album „Love And War“ bleibt sich Brad Paisley treu: Erneut präsentiert er seinen urtypischen Mix aus Rock, Country, Spaß und Gitarrenkunststücken. Ein paar Rock-Ikonen stehen ihm dabei zur Seite.

Das Cover von „Love and War“ bietet eine Überraschung: Brad Paisley, man glaubt es kaum, mal ohne Hut. Der weiße Stetson hebt auf dem Titelfoto ab, schwebt 20 Zentimeter über ihm. Doch auch Brad Paisley selbst scheint sich auf dem Bild den Gesetzen der Schwerkraft zu entziehen. Wie ein Astronaut taumelt er Gitarre spielend im schwerelosen Raum dahin.

Okay, die Covergestaltung war noch nie die Domäne des brillanten Country-Tausendsassas. Aber wenn das Artwork von „Love And War“ schon keinen Schönheitspreis bekommt, inhaltlich passt es. Schließlich ist er dem Establishment entrückt und spielt längst in seiner eigenen Liga – als Gitarrist und Sänger sowieso, aber auch als Songwriter und Performer. Dazu kommt sein Talent als Entertainer. Nicht umsonst führt der 44-jährige aus West Virginia seit ein paar Jahren als Moderator lässig und souverän durch die CMA-Gala. Im Hauptberuf ist Brad Paisley aber immer noch Musiker. Daran erinnert jetzt sein neues Werk „Love And War“, mit dem er an die 2014 erschienene, immens erfolgreiche CD „Moonshine In The Trunk“ anknüpfen möchte.

„Love and War“: intelligenter, handwerklich lupenreiner Country-Rock

Und das wird er. Dafür muss man kein Hellseher sein und dafür braucht es auch keine Kristallkugel. Denn „Love And War“ bietet genau das, wofür Brad Paisley seit spätestens seinem 2001 erschienenen Hit-Album „Part II“ steht: für intelligenten, handwerklich lupenreinen Country-Rock mit vielen, vielen originellen Einfällen.

Den Auftakt von „Love and War“ bestreitet gleich mal ein erstklassiger Country-Track: das gemeinsam mit den Songwriter-Größen Brent Anderson und Chris DuBois geschriebene „Heaven South„. Die Huldigung an den Way-of-Life in den amerikanischen Südstaaten hat mit Ohrwurm-Refrain und fröhlicher Melodie glatt das Zeug zur neuen Dixie-States-Hymne. So pflegt man Freundschaften…

Dass der Schelm auch Tiefgang hat – und immer schon hatte – zeigt sich aber bereits im nachfolgenden Titel. In „Last Time For Everything“ sinniert der kecke Kinnbartträger über die Vergänglichkeit des Seins und zitiert dabei viele seiner persönlichen Helden und Vorbilder.

Mit „One Beer Can“, erneut vom Team Paisley, Anderson, DuBois entworfen, hebt er das Gute-Laune-Level wieder an. In dem mit vielen kleinen Gitarrenlicks garnierten Country-Rock ’n‘ Roller gelingt ihm erneut der Schulterschluss von harmlosem Mainstream-Country-Pop und virtuoser Qualität.

Dass Brad Paisley auch ein Meister von sehnsuchtsvollen Balladen ist, beweist er im anschließenden „Go to Bed Early„. Auch wenn der harmonisch prächtig ausgestattete Titel mit weniger Produktions-Bombast auskommen würde, setzt der Song ein echtes Glanzlicht auf „Love And War“.

Die Gäste auf „Love and War“

Für ein Blitzlichtgewitter anderer Art sorgt das nachfolgende „Drive of Shame„. Nicht dass der solide Country-Rocker musikalisch so besonders wäre. Aber sein Gastsänger ist das allemal. Es ist immerhin: Mister Mick Jagger. Der Rolling-Stones-Chef hat den Song sogar mit Brad Paisley komponiert und er wirft sich hier stimmlich schwer ins Zeug. Respekt!

Zwei Songs später zaubert der Country-Star eine weitere Rock-Ikone aus dem Hut. Beim Titeltrack stand ihm – als Co-Autor und Duo-Partner – CCR-Urgestein John Fogerty zur Seite. Ähnlich wie bei der Zusammenarbeit mit Mick Jagger, als sein Sound einen gewissen Stones-Touch bekam, fühlt man sich bei „Love And War“ leicht an die guten, alten Creedence Clearwater Revival erinnert. Doch wie könnte es auch anders sein?

Freilich: Musikalisch sind diese Zusammenarbeiten so notwendig wie eine siebte Saite auf seiner Telecaster. Doch als PR-Munition und Gesprächsstoff sind Gäste wie Mick Jagger und John Fogerty einfach Gold wert. Clever wie Brad Paisley ist, hat er sich aber nicht nur alte Recken ins Studio geholt, sondern mit Timbaland auch einen, besonders bei der Jugend angesagten Musiker und Produzenten. „Solar Power Girl“ heißt das Ergebnis – und kann sich, wie alles andere, gut hören lassen.

Fazit: Wo Brad Paisley drauf steht, ist Brad Paisley drin. Der pfiffige Superstar bleibt auf „Love And War“ seinem Erfolgsrezept treu. Mit den Gaststars Mick Jagger, John Fogerty und Timbaland gelingt ihm dazu ein cleverer PR-Clou. (by country.de)