Foo Fighters – Wasting Light

W(W)S Kalenderblatt vom 12. April

Wasting Light (12.04.2011) gilt für viele Fans und Kritiker als das absolute Meisterwerk der Foo Fighters. Hier ist meine Rezension, die sowohl die Stärken als auch die (wenigen) Schwächen beleuchtet.

Die nackte Wahrheit: Zurück zu den Wurzeln

Nachdem die Band in den Jahren zuvor immer „sauberer“ und radiotauglicher klang, war Wasting Light eine bewusste Kehrtwende. Das Album wurde komplett analog in Dave Grohls Garage aufgenommen – ohne Computer-Schnickschnack wie Auto-Tune oder Copy-Paste-Riffs. Und genau das hört man jeder Sekunde an.

Die Highlights

  • Der Sound: Er ist dreckig, wuchtig und direkt. Die Rückkehr von Gitarrist Pat Smear sorgt für eine dreifache Gitarrenwand, die in Songs wie „White Limo“ (dem wohl härtesten Track der Bandgeschichte) regelrecht explodiert.
  • Keine Lückenfüller: Während andere Foo-Fighters-Alben oft nach der Hälfte an Puste verlieren, bleibt das Niveau hier extrem hoch. Von der Hymne „Rope“ bis zum epischen Finale „Walk“ gibt es kaum einen Moment zum Durchatmen.
  • Nostalgie trifft Frische: Dass Butch Vig (der Produzent von Nirvanas Nevermind) an den Reglern saß und Krist Novoselić bei „I Should Have Known“ Bass spielt, gibt der Platte eine emotionale Tiefe, die unter die Haut geht.

Was man kritisch sehen kann

  • Die Formelhaftigkeit: Wenn man den Foo Fighters etwas vorwerfen will, dann dass sie das Rad nicht neu erfinden. Sie perfektionieren hier den „Leise-Laut-Refrain“, den sie schon seit den 90ern spielen. Wer radikale Experimente sucht, ist hier falsch.
  • Produktions-Hype: Der Fokus auf die „analoge Garagen-Aufnahme“ war ein geniales Marketing-Tool. Am Ende ist es trotzdem ein Millionen-Dollar-Produkt, das perfekt für die großen Stadien dieser Welt geschliffen wurde.

Fazit: 9/10

Wasting Light ist das Album einer Band, die nichts mehr beweisen muss und genau deshalb so befreit aufspielt. Es ist eine Liebeserklärung an den rohen Rock ’n’ Roll. Wenn du ein Album suchst, das die Essenz der Foo Fighters einfängt – die Energie, die Melodien und die pure Spielfreude – dann ist dies das Richtige.

Weitere Details und professionelle Meinungen findest du in den Rezensionen von Plattentests.de, VISIONS oder Laut.de.

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